Donnerstag, 29. Januar 2015

Der Weg ins Labyrinth

Titel: Der Weg ins Labyrinth
englischer Titel: The Iron Trial
Reihe: Ja- Erster Band der - Magisterium - Buchreihe
Sprache: Deutsch
Autor: Holly Black, Cassandra Clare
Verlag: Bastei Lübbe (one by Bastei Lübbe)
ISBN: 978-3-8466-0004-7
Preis: 14,99 $ (D) Hardcover
Seiten: 336
empfohlenes Alter: ab 10 Jahren
Erschienen: 14. November 2014
Feuer will brennen.
Wasser will fließen.
Luft will schweben.
Erde will verbinden.
Chaos will verschlingen.
Geschlagen mit einem lahmen Bein und einer scharfen Zunge ist der zwölfjährige Callum nicht gerade der beliebteste Junge auf dem Planeten. Doch das ist erst mal sein geringstes Problem. Denn just in diesem Moment befindet er sich auf dem Weg ins Magisterium. Der unterirdischen Schule für Zauberei. Ein dunkler und geheimnisvoller Ort. Dort soll er bei Master Rufus, dem mächtigsten Magier der Schule, in die Lehre gehen. Doch alles was Call über ihn und das Magisterium weiß, lässt ihn befürchten, das erste Schuljahr nicht lebend zu überstehen.
Als ich das Buch das erste Mal in der Hand hielt. Drehte ich es mal in diese, dann in jene Richtung und war etwas irritiert, weil irgendetwas immer auf dem Kopf stand. Eine witzige Idee, wie ich finde. Anfangs etwas irritierend, weil ein Teil vom Kopf immer darauf besteht, dass du dieses Buch eben falsch herum liest. Sehr witzig, auch wenn außenstehende nur einen kurzen Blick drauf werfen und dann irritiert die Stirn runzeln, weil der Titel auf dem Kopf steht. 


Ein besonderes Highlight ist neben dem tollen Cover hier auch der Buchschnitt. In schönem Kupferton sticht es einem doch gleich ins Auge. Besonders wenn man, wie ich, so ein Fan von diesen verzierten Buchschnitts ist. Was die anderen 4 Bände wohl für einen bekommen werden? Ich jedenfalls hoffe sie halten sich daran fest ^-^. 

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Auf das englische Cover bin ich, trotz unseres schönen, doch etwas neidisch. Ich mag diesen Stil Erinnert mich ein wenig an die Bücher von Rick Riordan.

Erster Satz - Aus der Ferne wirkte der Mann, der mühsam die weiße Wand des Gletschers erklomm, wie eine Ameise, die langsam seitlich an einem flachen Teller hochkrabbelte.

Cal will eigentlich nur eines. Durch die Prüfung fallen und dann nach Hause fahren, um den größten Eisbecher mit Gummibärchen zu essen, den es je gegeben hatte. Klar, er hatte schon ein komisches Gefühl. Man fiel ja nicht gerne durch Prüfungen. Auch dann nicht, wenn man dadurch überleben könnte. Und besonders ungerne, wenn man merkt, dass man sich nicht mal anstrengen brauchte, um durchzufallen, sondern es wirklich mit Leichtigkeit tat.
Doch dann das Unfassbare.

“Du wirst noch darum betteln, nach Hause fahren zu dürfen”
“Moment mal”, sagte Call. “Heißt das, wenn man bettelt, darf man gehen?”

Master Rufus wählte ihn trotz seiner miserablen Leistungen und alle seine Hoffnungen zerspringen. Er sollte wirklich dort hin. Ins Magisterium. Zu den Magier, welche Schuld am Tod seiner Mutter waren.
Doch bald schon zweifelt er. Konnte es wirklich so schlimm sein? Warum hatte sein Vater ihm verschwiegen, wie seine Mutter wirklich gestorben war? Und wer ist der Feind des Todes wirklich?
Fragen über Fragen. Doch als er die Antwort erfährt, würde Cal alles dafür geben, es nie darauf angelegt zu haben.
Den Zeilen merkt man natürlich das Kinderbuch an. Es ist ein junger Sprachestil, bei der ich es manchmal jedoch schade finde, dass eben durch das setzen "umgangssprachlicher Worte" klingt seltsam weiß es aber nicht anders zu erklären doch etwas der Schwung rausgenommen wird.
Im Buch begleiten wir übrigens Cal auf seinem Weg durch das Magisterium. Zusammen mit ihm gehen wir zum Unterricht, in die Kammer aus Sand und Langerweile, in den Speisesaal zu Pilzen und Flechten die nach Brathähnchen schmecken, oder paddeln mit ihm zusammen über die unterirdischen Flüsse. Dabei wird jedoch nichts bis ins kleinste Detail beschrieben und es so auch einmal der Eigenenden Fantasie überlassen, wie genau blinden Fische oder eine Flechtenpizza aussehen möge.
Beginnen wir doch bei Cal. Immerhin begleiten wir ihn die ganze Zeit durch sein Abenteuer und dürfen hier anscheinend eines nicht vergessen, denn es wird in alle paar Seiten durch diesen oder jenen Kommentar in den Vordergrund geschoben. Also nun bitte einmal ganz aufmerksam sein. Alllsoooo ....
CAL HAT EIN SCHLIMMES BEIN!
Haben das alle verstanden? Sicher? Ihr könnt es gerne noch mal lesen, wenn ihr mögt. Andererseits kann ich auch beruhigen, falls ihr euch unsicher seid, dass man das behalten kann. Denn es wird regelmäßig erwähnt. So sehr, dass ich zwischendrin nah daran war, ihm das Teil am liebsten einfach abzuhacken!
Abgesehen davon hüllen sich die Charaktere, inclusive Cal, nicht gerade in Decken aus Tiefe. Für Cal habe ich fast das halbe Buch gebraucht um ihn überhaupt mal einigermaßen zu mögen und bei seinen anderen Freunden weiß ich immer noch nicht genau, wie ich sie nun mag. Sie wirken mir zu eindimensional, haben wenig bis gar keine Tiefe. Mir fehlt hier einfach noch sehr viel, was die Charas an sich ausmacht. Platz nach oben ist also definitiv noch vorhanden.

Es tut mir Leid wenn ­ich euch gerade gleich wieder dieses Bein vor Augen halte, aber es geht nicht anders. (Und warum sollte es euch besser gehen als mir. ;) ) Aber ich stehe wohl schon nahe daran ein Trauma daraus zu entwickeln. Dieses Bein war über all. Ständig wurde erwähnt, hervorgehoben, unterstrichen das Cal nicht richtig laufen konnte, das Bein hier und dort und da schmerzte. Zum Geier, ja! Das Ganze hatte ich schon beim ersten Mal verstanden. Im Grunde war das so, als würde man ständig erwähnen, dass der/die Prota goldblondes Haare mit grünen Streifen hätte. Es kann eine Szene wunderbar auflockern oder unterstreichen, oder aber, wie hier, bis in die Hölle nerven und Mordgedanken wecken.
Ich meine, ich weiß ja nicht, wie es bei euch ist. Aber bei mir könnte ein Chara auch ein drittes Nasenloch haben.Oder sollte hier vielleicht ein wenig auf die Mitleidschiene gehauen werden?
Sieht man davon und den recht blassen Charakteren ab, hat das Buch durchaus sein gutes. Denn Anfang zum Beispiel fand ich sehr interessant, der Mittelteil zog sich dann eher etwas, während die Übungen und der Kampf gegen die Lindwürmer beschrieben wurde. Dafür gab die Geschichte zum Ende noch mal richtig Gas und überraschte mich wirklich mit dieser Wendung. Weil das hatte, ich dann einfach nicht erwartet. Plötzlich war alles wieder offen und Fragen schwirrten in meinem Kopf herum. Teil zwei kann also wie ihr seht nur noch besser werden. Ich jedenfalls hoffe auf Charakterliche tiefe und das die Spannung da weitergeht, wo sie hier aufgehört hat.
Dann lasst uns mal hoffen. ^-^

Ach ja, damit wir uns auch richtig verstehen und nicht manche mit einer falschen Hoffnung an dieses Buch herangehen. Dieses Buch ist nicht Harry Potter! Und nur weil Zauberer erwähnt werden, sollte man es nicht damit in einen Topf werfen. Immerhin ist auch nicht jedes Buch in dem Drachen eine Rolle spielen wie Eragon, oder wo Vampire wie die Biss-Reihe. ;) 

Nimmt man alles zusammen hat man ein nettes Buch für zwischendurch, in dem leider das Potenzial, welche sind ihm steckt, noch nicht ganz herauskitzelt wurde. Das Ende weckt Hoffnungen und ich bin gespannt was es bringen wir. 
3 von 6 Krümeltörtchen verdient sich der erste Band der Magisterium-Reihe. Mögen es nächstes Mal hoffentlich mehr sein.

Kommentare:

  1. Hallo :)
    oh man, das Bein xD Das hab ich jetzt schon so oft gehört das es nervt, dass das Buch immer weiter auf meiner Wunschliste nach hinten rutscht!
    Irgendwann werd ich es lesen, aber nicht sofort!

    Liebe Grüße

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    1. Hallo Nenatie,

      das ist doch glatt mal beruhigend, das ich nciht die einzige bin, die ihm das Bein abhacken will ^-^. Aber das war wirklich unglaublich das man das ständig so unter die Nase gerieben bekommen hat XD.
      Falls du dich mal für entschließt, bin ich auf jeden Fall gespannt, ob es dir genauso erging ;)

      Tintengrüße von der Ruby

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  2. Huhu liebe Ruby,

    schade dass dich das Buch nicht zu 100% überzeugt hat. Ich fand es auch nicht überragend, aber ganz okay. Ob ich die Fortsetzung lesen werde, steht noch in den Sternen :)
    Eine wirklich tolle Rezension ♥

    Alles Liebe,
    Jasi

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    1. Hallo Jasi ^-^,

      es geht bei diesem Buch aber nicht nur uns alleine so. Vielen scheint doch einfach etwas daran zu fehlen. Vielleicht habe ich deswegen ja Hooffnungen für Band 2. Schon weil das Ende etwas versprach, was ich mir dann auch wieder nicht entgehen lassen will ^-^. und ich hattes auch shcon das ich dann sehr Glücklich war, der Reihe nochmal ne Chance gegeben zu haben ^-^. Aber mal abwarten :)

      Tintengrüße von der Ruby

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