Freitag, 18. August 2017

Die rogodanischen Schriften #1 Dämmerung des Widerstandes

Titel: Die rogodanischen Schriften #1 Dämmerung des Widerstandes
Reihe: Ja - Band 1 der - Die rogodanischen Schriften - Buchreihe
Sprache: Deutsch
Autor: Tim J. Radde
Verlag: Indie-Autor
 Genre: Fantasy
ISBN: 978-3-741842726
Preis: 0,99 $ (D) E-Book
12,99 $ (D) Taschenbuch
Seiten: 412
empfohlenes Alter: ab 15 Jahren
Erschienen: 25 August 2016
Die junge Frau hatte die zwei Tiere nach der Zeit liebgewonnen, auf der Reise hatten sie ihnen gute Dienste erwiesen und waren sehr zuverlässig.
In der Hauptstadt Jerobina liegt ein junger Mann bewusstlos auf der Straße. Gerettet von einem magisch Begabten versucht er, seinen Lehrmeister aus den Fängen der königlichen Stadtwache zu retten. Durch ihre Befreiungsaktion rücken sie in den Fokus des Herrschers und einer geheimen Macht. Der Krieger Endrael wird so durch die Vergangenheit seiner ihm unbekannten Eltern und die Verbundenheit zu seinem Ausbilder in einen aufkommenden Krieg zwischen den loyalen Schergen des Königs und einem wachsenden Widerstand verwickelt. Die Freunde entdecken einen drohenden Schlagabtausch, aus dem es kein Entrinnen zu geben scheint ... Endrael muss sich bewusst werden, ob er sich dem Kampf nach Gerechtigkeit widmen will oder den Pfad der Rache einschlägt. 
 
Das Cover wirkt eher mal etwas ungewöhnlich für einen typischen Fantasytitel und macht vielleicht gerade deswegen neugierig. Auf jeden Fall fühlt man sich immer ein wenig vom Buch beobachtet. *lacht*
Erster Satz -"Zu Beginn unserer Zeit erschuf der Eine Gott das Land, auf dem die Menschen leben."

Ich könnte euch hier von Endrael erzählen, welchen wir durch die Geschichte begleiten und von seiner Kindheit, seinem Werdegang als "Ritterlehrling" und dem Geheimnis um seine Eltern erzählen. Ich könnte auch von Pensa erzählen. Eine geschickte Diebin, die sich für ihre Familie aufopfert und irgendwie durchs Leben schlägt. Oder vom Widerstand und dem Krieg. Das Problem ist, das ich das ganze Buch über nicht sich wirklich wusste, was ich nun überhaupt zur Hauptgeschichte zählen durfte. Weswegen ich selbst hier dran gerade knabbere um zu versuchen einen groben Handlungsbogen zu zeichnen. Gerade habe ich das aber aufgegeben und lasse es so. Unten erzähle ich euch mehr. 

Der Stil des Autoren ist noch etwas holprig. Das merkt man, an den so manches Mal zu Längen Sätzen denen jedes Gefühl abgeht. Vor allen in Dialogen. Sie wirken als besäßen die Charaktere kein leben. Dies legt sich zum einen auf den Stil, zum anderen auch auf die Charaktere. Für mich besaßen sie beim Lesen keine "Stimme". Gaben mir nichts. Brachten kein Gefühl rüber. Dies zog sich leider durch das gesamte Buch. Hinzu kommt das Fehlen eines roten Fadens. Worum es wirklich ging, habe ich bis zum Ende nicht wirklich durchschaut. Zwar haben wir eine gewisse Anzahl an, für mich, Nebengeschichten. Aber das große fehlte mir. 
 
Endrael war erleichtert, nicht schon wieder etwas falsch gemacht zu haben. 

 In Sachen leben gehen leider auch die Charakter runter. Und sie beginnen sich Charakterlich im Verlauf des Buches immer mehr zu widersprechen. Das hat für mich dann leider auch nichts mit charakterlicher Entwicklung zu tun. Viel eher springt es wild hin und her. Da haben wir Endrael der bei Mönchen aufgewachsen ist, eine gesunde Neugierde besitzt aber sobald er mit dem Ritter unterwegs ist, ist plötzlich vollkommen anders ist. Es sogar so hingestellt wird, als hätte er dort bei seinen Mönchen nie er selbst sein können. Ich meine Hallo, der ist da von Kindesbeinen an aufgewachsen. Vermutlich liege ich nicht falsch, wenn ich denke, dass die Mönche, das eigentlich bemerken sollten, wenn ihr Schützling plötzlich vom Charakter anders drauf ist.
Oder Pensa. Die geschcikte Diebing, die schlau genug ist mit Tricks an ihr täglich Brot zu kommen, aber dumm genug um mit einer edlen, vollen Börse durch eine von Wachen gesäumten Gasse zu gehen und dabei noch laut zu rufen. Hallo?! Leider war das alles auch kein Einzelfall.
Hinzu kommt, dass ich mich das ganze Buch nicht mit auch nur einem Charakter identifizieren konnte Sie blieben lasse blass und leblos. Auch von Gefühlen oder Gedanken kam leider gar nichts bei mir an. 

 Leider konnte mich dieses Buch absolut nicht abholen. Und obwohl ich ihm bis zur letzten Seite eine Chance gegeben habe, änderte sich nichts daran. Dabei ist der Grundstein der Geschichte auf einer interessanten Idee begründet. Lediglich am Ausbau, an der Umsetzung, scheiterte es leider. Dabei liegt vor allen der Knackpunkt an dem für mich nicht ersichtlichen roten Faden und der Lebendigkeit des Textes. Potenzial ist zu erkennen, nur leider wurde es noch nicht ausgereizt.
Auch am Tempo des Textes hätte man noch drehen können. Gerade im Mittelteil plätschert alles eher vor sich hin, ohne das wirklich etwas passiert. Das zieht sich und wird so manchen Leser schnell die Lust verlieren lassen. 

Leider konnte mich der Erste Band dieses jungen Epos nicht mitnehmen.
1 von 6 Krümeltörtchen geht an "Die  rogodanischen Schriften".



Mittwoch, 16. August 2017

Mordpol

Titel: Mordpol
Reihe: Nein - Einzelband
Sprache: Deutsch
Autor: Marit Bernson
Verlag: Indie-Autor
 Genre: Krimi
ISBN: 978-15219-5768-4
Preis: 0,99 $ (D) E-Book
5,99 $ (D) Taschenbuch
Seiten: 77
empfohlenes Alter: ab 15 Jahren
Erschienen: 31 Juli 2017

DerWecker spielte "Jingle Bells", und Fernand schreckte hoch. Halb sieben. Alles von vorn.
Fernand hat die Nase voll von seinem daueralkoholisierten Chef. Dumm nur, dass er der Weihnachtsoberelf ist und sein Chef – richtig, der Weihnachtsmann. Einziger Lichtblick ist Fernands Assistent Perus, der ihm immer zur Seite steht und hilft, den Zustand des Weihnachtsmannes vor den anderen Elfen zu verheimlichen. Als der Weihnachtsmann bei einem Probeflug Fernands Haus zerstört, reicht es. Der Weihnachtsmann muss weg! Fernand und Perus beauftragen zwielichtige „Problemlöser“. Aber ist Auftragsmord wirklich das richtige Mittel?
Fall irgendwer zweifel daran haben sollte, wann man dieses Buch lesen sollte, so muss derjenige einfach mal einen genaueren Blick auf das Cover werfen. Toter alter Mann in rotem Mantel? Hängende Socken? Richtig! Ich halte mich also sozusagen an meinen eigenen Rat nicht und entführe euch mal mitten im Sommer zum eisigen Nordpol.  

Erster Satz - Wie er es hasste, Weihnachtsbriefe zu beantworten.

 Fernand ist ein Weihnachtelfe und als dieser weiß er um die Bedeutung und die Wichtigkeit von Weihnachten. Nur leider hat sein Chef, der Weihnachtsmann höchstselbst, da weniger Motivation. Außer diese hängen mit einem Bier oder zehn zusammen. Oder einer heißen Schokolade mit Schuss. Untragbar findet Fernand. Wie gut das sein Assistent das genauso sieht. Zusammen hecken sie einen Plan aus, um ihn zu ersetzen. Doch bald meldet sich Fernands Gewissen. Geist der Weihnacht ist etwas anderes . . .
 Zu Beginn des Buches hat mir das Tempo sehr gefallen. Denn wenn ein Buch nur so kurz ist, muss es voranschreiten um seine Geschichte erzählen zu können. Dies klappte auch erst einmal recht gut. Mit Humor und eigenen Charakteren entwickelte sich das in eine interessante Richtung, nur um dann im Mittelteil plötzlich auf der Stelle zu treten. Viel zu oft wiederholten sich fast dieselben Abläufe und leider hing sich dabei auch Fernands Charakter ein wenig in sich selber auf.
Gerade die Längen entstanden, weil oft nichts passierte außer Essen, von A nach B laufen und sich Gedanken um immer wieder den gleichen längst breit getretenen Gedanken machen.
Zum Ende zog es dann wieder an, leider etwas zu spät.

 Fernan hat mir zu Beginn sehr gut gefallen. Ein schlauer Elf der versucht alle anderen Elfen zu schützen und vor einer Enttäuschung zu bewahren. Das s dann aber gerade dieser Elf ist, der so verdammt blauäugig offensichtliches übersieht und sich dann am Ende über das Ergebnis wundert, hat mich wirklich geärgert. Dabei war sein Gegenspieler nicht mal sonderlich dezent.
Der einzige der für mich selber eine schöne Entwicklung durchgemacht hat, war der Weihnachtsmann. Weswegen ich das Ende etwas schade fand. 

Und wo wir beim Ende sind. Himmel habe ich mich darüber geärgert. Ich glaube, ich habe meine gesamte Umgebung genervt damit. Also wirklich alle. Und dabei haben wir gerade Sommer! Ich glaube im Winter, kurz vor Weihnachten, wäre ich noch zerknirschter gewesen.

SPOILER!!!! (Auch wenn ich versuche nicht so viel zu verraten. Aber ich muss es einfach loswerden!)

SPOILLLLERRR!!!!

Ich meine was soll dieses Ende? Das Böse gewinnt? Ich bin ja ein riesengroßer Fan von Alternativen Enden und gut der Weihnachtsmann geht hops, okay, auch damit kann ich leben. Aber warum gewinnt der böse? Fernand rutscht in eine Rolle der er vom Anfang an eigentlich widerspricht. Wo ist seine Durchsetzungskraft? Und die Elfen sind auch ziemlich dumm, wenn sie so schnell ihre Meinung ändern, sobald einmal einer seit ein paar hundert Jahren auf Arbeit fehlt.
Aber warum gewinnt das böse?

Das Ende hat es für mich tatsächlich verdorben. Denn das Buch an sich hat gute Tendenzen udn auch über die Längen hätte ich hinwegsehen können. Aber das Ende  . . . Fragt meine Kollegen, ich glaube die wissen gerade alle was ich meine. *lacht*
3 von 6 Krümmeltörtchen für das erste Weihnachtsbuch in diesem Jahr.



Montag, 14. August 2017

Montagsfrage ^-^


Welche Bücher hast du zuletzt aussortiert?

Uh jetzt wird es schwer, ich merke das schon. Da ich eigentlich eher ein Sammler bin, muss ein Buch schon wirklich gegen den Baum gefahren sein damit ich es aussortiere. Darum ist das bei mir eher selten. Was nun nicht bedeutet, dass ich nur noch Mist im Regal habe, aber meistens habe ich doch das Glück, gut abschätzen zu können, ob mir etwas gefällt oder nicht. Aber leider nicht immer. Und so ist "Dr. Age und das ewige Leben" bei mir gleich in den Bücherschrank gewandert. Vielleicht mag es ja jemanden anderen freude bereiten. Für mich war es leider gar nichts. Schon länger her aber vielleicht erinnert ihr euch noch daran, habe ich mit Zauberfeder die Phönix-Chroniken gelesen. Was toll klang, war der größte Mist ever. Auch das durfte sich bald darauf verabschieden. 

Und wer durfte bei euch gehen?


Dienstag, 8. August 2017

Neuerscheinungen im August


Ich bin ja eigentlich ganz froh, das ich in diesem Monat Geburtstag habe. Denn wenn man sich die Bücher ansieht, die passend zur Urlaubszeit so herauskommen, hat mein Geldbeutel schon angefangen zu schwitzen. *lacht* Falls ihr also dasselbe Glück habt wie ich, könnt ihr ganz ohne Sorgen weiterlesen. Für alle anderen. Da hilft wohl nix. Lesen auf eigene Gefahr.😉😉


Die Legende von Shikanoko – Herrscher der acht Inseln
Bildergebnis für Die Legende von Shikanoko – Herrscher der acht InselnShikanoko ist eigentlich nur der Sohn eines einfachen Vasallen. Doch als er von einem Magier eine übernatürliche Maske vermacht bekommt, wird aus ihm das Kind des Hirsches, und er verfügt fortan über magische Fähigkeiten und besonderes Kampfgeschick. Als der alte Kaiser stirbt, gerät Shikanoko in die Fänge des Fürstabts, der alles daransetzt, die höchste Macht im Land – den Lotusthron – an sich zu reißen. Shikanoko muss fliehen und entkommt dabei mehr als einmal nur knapp dem Tod. Doch er muss unbedingt Aki finden, die Herbstprinzessin, die er liebt, und die ein großes Geheimnis verbirgt. Denn in ihrer Obhut befindet sich niemand anderes als der rechtmäßige Nachfolger für den legendären Lotusthron. 

Bildergebnis für die spur der Bücher
Die Spur der Bücher

London – eine Stadt im Bann der Bücher. Mercy Amberdale ist in Buchläden und Antiquariaten aufgewachsen. Sie kennt den Zauber der Geschichten und besitzt das Talent der Bibliomantik. Für reiche Sammler besorgt sie die kostbarsten Titel, pirscht nachts durch Englands geheime Bibliotheken.
Doch dann folgt sie der Spur der Bücher zum Schauplatz eines rätselhaften Mordes: Ein Buchhändler ist inmitten seines Ladens verbrannt, ohne dass ein Stück Papier zu Schaden kam. Mercy gerät in ein Netz aus magischen Intrigen und dunklen Familiengeheimnissen, bis die Suche nach der Wahrheit sie zur Wurzel aller Bibliomantik führt.

Ein neues Buch von meinem Lieblingsautor Kai Meyer. ♥ Besser kann der  August kaum werden.


 Die Bibliothek der flüsternden Schatten - Bücherstadt

Bildergebnis für Die Bibliothek der flüsternden Schatten - BücherstadtSam ist ein Dieb - aber mit einer List gelingt es ihm trotzdem, in die Palastwache von Mythia aufgenommen zu werden. Er träumt von einem neuen Leben, von großen Aufgaben. Vielleicht wird er gar als Wache des Weißen Königs eingesetzt? Doch statt des Königs soll er nur alte, staubige Bücher bewachen, in der riesigen Bibliothek unterhalb der Stadt. Wie langweilig! Sam kann nicht mal lesen. Bald jedoch erfährt er am eigenen Leib, dass die hallenden Bücherschluchten ebenso gefährliche wie fantastische Geheimnisse bergen

Habt ihr dieses Schmuckstück auf dem Schirm? Der Auftakt einer neuen Reihe von El-Bahay, den ihr vielleicht von seiner "Flammenwüste" Reihe kennt. 



Bildergebnis für Soul Mates #1 – Flüstern des Lichts 

Soul Mates #1 – Flüstern des Lichts

Wer ist der attraktive Typ mit der düster-gefährlichen Ausstrahlung, der Rayne abends auf der Straße vor einem Angreifer rettet? Wider Willen fühlt sich Rayne zu dem undurchschaubaren Colt hingezogen, und auch er sucht ihre Nähe. Immer wieder. Denn die beiden sind Seelenpartner. Doch die Licht- und Schattenwelt ist im Aufruhr, und während Colt auf der Seite der Lichtseelen steht, weiß Rayne nicht, zu wem sie gehört.



Bildergebnis für Die Abenteuer des Apollo #1 - Das verborgene Orakel 
Die Abenteuer des Apollo #1 - Das verborgene Orakel

 Der Gott Apollo stürzt vom Himmel direkt in ein paar Mülltonnen – er ist bei Zeus in Ungnade gefallen und wurde zur Strafe seiner Unsterblichkeit beraubt! Prompt wird er auch noch überfallen, doch zum Glück springt ihm Meg zur Seite – frech, kampflustig, höchstens zwölf und zweifelsfrei eine Halbgöttin. Zusammen machen sie sich auf nach Camp Half-Blood, doch dort lauern weitere Gefahren. Und noch dazu funktioniert das Orakel von Delphi nicht mehr, denn es ist immer noch von Apollos altem Feind Python besetzt …

Jedes Buch von ihm ist einfach ein Grund zum Feiern? ♥


Ihr sehr, es gibt in diesem Monat so viele tolle Bücher und wenn wir richtig ehrlich sind, wissen wir alle, das wir diese Liste noch hätten etwas länger werden lassen können. Habt ihr denn auch etwas im Auge was ihr unbedingt lesen wollt? Habe ich vielleicht gar einen absoluten Geheimtipp vergessen? Nur raus damit.


Montag, 7. August 2017

Montagsfrage ^-^



Wenn du dir deine 10 letzten Neuzugänge anschaust, welches ist das schönste Cover?

Eine Frage wie gemacht für die Coverliebhaber unter uns. Und meine Wahl ist auch schnell getan. Denn es besitzt für mich eines der schönsten Cover in der Fantasy und das, obwohl es nicht mal so grell oder dergleichen ist. Zudem passt es toll zum Buch an sich. 
Na habt ihr es auch schon erraten? 
Richtig! Ich meine das Cover von "Das Lied von Eis und Feuer" #1. Die Herren von Winterfell.
 
Klappentext

Eddard Stark, der Herr von Winterfell, wird an den Hof seines Königs gerufen, um diesem als Berater und Vertrauter zur Seite zu stehen. Doch Intriganten, Meuchler und skrupellose Adlige scharen sich um den Thron, deren Einflüsterungen der schwache König nichts entgegenzusetzen hat. Während Eddard sich von mächtigen Feinden umringt sieht, steht sein Sohn, der zukünftige Herrscher des Nordens, einer uralten finsteren Macht gegenüber. Die Zukunft des Reiches hängt von den Herren von Winterfell ab!

 Lange genug habe ich ja darum herumgetanzt. Und nun bin ich ganz hin und weg. Wem es also genauer geht einfach kaufen, hinsetzten und lesen. Denn es passiert so viel, das der Klappentext nicht einmal an der Oberfläche Kratzt.




Samstag, 5. August 2017

Area - I Folge #1 Interview mit Dennis Kohlmann

Ideen sind manches Mal gemein. Sie lassen einen nicht mehr los. Verfolgen dich und treiben einen in den Wahnsinn bis man sich ihnen endlich zuwendet. Genau aus solch einer Idee ist dieses neue Projekt entstanden.
Willkommen auf Area-I.
Geheimer als Area 51! Mit mehr Geheimnissen gespickt als die X-Akten gehe ich hier den großen Geheimnissen einer ganz bestimmten "Gattung" auf den Grund. Den Indie-Autoren, ihren Ideen und Werken. Und nun wisst ihr bestimmt auch schon, was das I in dem ganzen Spiel bedeuten soll.😁😁



Bildergebnis für LibellenfrühlingMein erster Gast an diesem geheimsten aller Orte ist Dennis Kohlmann den Autor von "Libellenfrühling", welchen ich euch ja erst vor kurzem vorgestellt habe. Seit fast zwei Jahren wohnt er im schönen Schweden und verschlingt alles an Büchern was er zwischen die Finger bekommt. Selber zum Schreiben kam er während seines Studiums und versüßt damit auch weithin die Zeit neben seinem Job als Kundendienstmitarbeiter in einem Finanzunternehmen. Dass ihm gerade Natur und Umwelt sehr am Herzen liegen merkt man seinem Debütroman zwar noch nicht an, aber ich bin gespannt, was er uns noch so alles präsentieren wird.

"Libellenfrühling" entstand übrigens im Rahmen des Grundkurses kreatives Schreiben von Rainer Wekwerth.

Hallo Dennis. "Libellenfrühling" ist dein Debütroman. Magst du uns kurz erzählen worum es geht?

Libellenfrühling ist eine Geschichte über Geschwisterliebe und bedingungslose Freundschaft. Als seine Schwester Mia in ein Koma fällt, legt der elfjährige Julien alles daran, sie zu retten. Denn wie er bald erfahren muss, stecken keine natürlichen Kräfte hinter Mias Krankheit. Sein Problem ist allerdings, dass ihm niemand Glauben schenken will. Weder seine Eltern, noch seine Freunde. Nur der wundersame Außenseiter Gabriel, genannt „die Mumie“, der am in seiner Hütte am Waldrand hausiert, scheint mehr zu wissen, als er zugeben will. Doch er will nur eines, nämlich bloß in Ruhe gelassen zu werden.

Du hast erwähnt, dass das Buch im es Grundkurses kreatives Schreiben von Rainer Wekwerth entstanden ist. Inwieweit hat dir dieses Projekt weitergeholfen und würdest du es auch anderen angehenden Autoren empfehlen?

Genau :) Ich behaupte, dass es "Libellenfrühling" ohne den Schreibkurs nicht geben würde. Über Rainers "Grundkurs im kreativen Schreiben" bin ich auf Andreas Eschbachs Homepage gestolpert, auf der schon seit Jahren wertvolle Tipps rund ums Schreiben zu finden sind. Nach einem netten Telefongespräch mit Rainer entschied ich mich, den Kurs zu belegen. Ich bereue es bis heute nicht. Natürlich hatte ich bereits vorher verschiedene "Schreibratgeber" verschlungen und mich selbst an ein paar Romanen versucht, die sich aber immer wieder im Sande verliefen, weil mir Struktur und Durchhaltevermögen fehlten. Ich brauchte einfach jemanden, der mich an die Hand nimmt und mir zeigt, wie es gehen kann. Vor allem ist eine große Motivationshilfe, wenn du weißt, dass da jemand sitzt und wöchentlich auf einen Text von dir wartet, um dir dann dazu konstruktives Feedback zu geben.

Den Grundkurs kann ich jedem empfehlen, der davon träumt einen Roman zu schreiben, aber nicht richtig weiß, wie er damit anfangen soll. Es geht strukturiert an das Projekt: Von einer Idee ausgehend entwickelt man Figuren in der Tiefe und daran anschließend den Plot des Romans. Bauchschreiber wie Stephen King mögen da wahrscheinlich vor Langeweile wegpennen, aber für mich ist diese Arbeitsweise unerlässlich geworden. Das ist aber auch etwas, das jeder für sich selbst entscheiden muss. Da hilft nur ausprobieren und Ergebnisse auswerten.

Hast du auch schon einmal versucht dein Buch einem Verlag vorzustellen?

Mit dem Gedanken habe ich natürlich gespielt. Allerdings habe ich mich dann doch dazu entschieden, dass Experiment Self-Publishing zu starten, um möglichst unmittelbar und unabhängig über diese Art der Veröffentlichung zu lernen. So kann ich jetzt ausprobieren, was funktioniert und was nicht. Natürlich bedeutet das viel Arbeit und ist schwieriger, als man vielleicht denkt, da man sich wirklich um das meiste selbst kümmern muss. Für das Lektorat und den Buchsatz habe ich mir jedoch professionelle Hilfe gesucht, die sonst selbstverständlich ein Verlag übernommen hätte. Dennoch würde ich es jedem empfehlen, weil kein Autor gegen die eigene Betriebsblindheit immun ist. Wenigstens konnte ich mir das Cover selbst gestalten, da ich ein Händchen für Bildbearbeitung habe :)

Umweltthemen sind ja sein deine Herzangelegenheit. Könntest du dir vorstellen diese Zweite Leidenschaft in eines deiner Bücher einfließen zu lassen?

Gerne würde ich diesen Themen ein ganzes Buch widmen, allerdings fürchte ich, dass das sehr schwer werden könnte. Umweltprobleme, Klimawandel etc. müssen vorsichtig angegangen werden und ich habe das Gefühl, dass kann schnell ins Klischeehafte oder Vorwurfsvolle abdriften. Momentan traue ich mich noch nicht so richtig an die Thematik heran.

Ich denke, es fließt dennoch unterschwellig mit ein. Julien, der Protagonist in Libellenfrühling, liebt es draußen zu sein, er kennt sich im Wald aus und fühlt sich am wohlsten, wenn er Zeit in der Natur verbringen kann. In meinem zuletzt fertiggestellten Manuskript reist meine Protagonistin Merle mit dem Zug von Deutschland nach Nordschweden, anstatt beispielsweise einfach den Flieger zu nehmen. Und momentan schreibe ich im Rahmen des Camp NaNoWriMo über ein naturverliebtes Mädchen. Du siehst, es läuft irgendwie immer wieder darauf hinaus.

Ich glaube, dass Umweltthemen nicht immer direkt angesprochen werden müssen. Das Bewusstsein für den Fußabdruck, den wir auf der Erde hinterlassen, sollte vielleicht in das alltägliche Denken und Handeln einfließen, wenn wir etwas verändern wollen. Trump, Abgasskandale und Massentierhaltung machen es einem leicht, Verantwortliche zu finden, aber mit den Fingern zu zeigen nützt uns auch nichts, wir stecken sowieso alle zusammen in der Misere.

Dein neues Buch steckt ja gerade noch in den Kinderschuhen. Gibt es schon ein paar Sachen, die du uns darüber verraten kannst?

Mein neues Manuskript steckt noch in der Überarbeitungsphase, doch ich hoffe sehr, es noch in diesem Jahr veröffentlichen zu können. Es läuft unter dem Arbeitstitel „Engel im Polarlicht“ und erzählt die Geschichte der Studentin Merle, die sich nach dem Tod ihres Vaters auf eine Zugreise nach Schweden begibt. Unterwegs trifft sie auf den wundersamen Virgil, der behauptet ein gefallener Engel zu sein. Ihn treibt ein verbitterter Wunsch in dieselbe Richtung: Er möchte endlich sterben und das geht, so sagt er, nur im nächtlichen Schimmer der Nordlichter. Aus einem Grund, den ich hier noch nicht verraten möchte, weicht er Merle nicht mehr von der Seite, was ihr besonders gegen den Strich geht, als sie auch den sympathischen Backpacker Nils trifft.

Welchen Rat würdest du jedem anderen "jungen" Autor/in mit auf den Weg geben.

Puh, gute Frage, ich bin doch selbst noch grün hinter den Ohren :) Ich denke es ist ein guter Rat, neben dem regelmäßigen Schreiben nicht das Lesen aus den Augen zu verlieren. Viel zu lesen ist fast genauso wichtig, wie viel zu schreiben, meiner Ansicht nach. Man kann sooo viel von anderen Büchern und Autoren lernen. Das ist für die Entwicklung als Autor unerlässlich.


Das war die letzte Frage, der sich Dennis stellen musste. Nun darf er wieder zurück in die "Freiheit" und fleißig an seinem zweiten Buch weiterschreiben, damit wir bald mehr von ihm zu lesen bekommen. Vielen Dank das du dich meinen neugierigen Fragen gestellt hast.
Wer sich das nächste Mal in Area-I verläuft, ist noch ein Geheimnis. Aber soviel kann ich euch schon einmal sagen, ich warte schon jetzt sehnsüchtig auf den nächsten Teil. ♥ Ihr könnt also gespannt sein.



Donnerstag, 3. August 2017

Das Herz des Fuchses

Titel: Das Herz des Fuchses
Reihe: Nein - Einzelband
Sprache: Deutsch
Autor: Anna Kleve
Verlag: Indie-Autor
 Genre: Fantasy / Gay
ISBN: 978-3-7450999-11
Preis: 14,99 $ (D) Taschenbuch 
 3,99 $ (D) eBook
Seiten: 532
empfohlenes Alter: ab 15 Jahren
Erschienen: 18. Mai 2017
Ihr Lächeln strahlte für mich die pure Boshaftigkeit aus. So etwas hatte ich noch nie zuvor in meinem Leben vorher gesehen.

Abgesehen von einer Herztransplantation und einem reichen Elternhaus - Vater kaufte sich sogar einen Adelstitel - hat sich der 16jährige Liam immer für einen ganze normalen Jungen gehalten. Bis eines Tages der Fuchsgeist Aeden in seinem Zimmer auftaucht und ihm eröffnet, dass es mehr gibt als er bisher dachte und dass auch Liam selbst ein Fuchsgeist ist. Durch die Umstände ihres Kennenlernens kommt er gar nicht dazu daran zu zweifeln, doch damit ist die Angelegenheit nicht erledigt. Er muss lernen seine Kräfte unter Kontrolle zu bringen und richtig einzusetzen. Und als wäre das nicht schon kompliziert genug, übt Aeden auf ihn eine unglaubliche Anziehungskraft aus. Was er empfindet scheint sogar erwidert zu werden, aber so einfach ist das alles dann doch nicht. Liam hat durch Geschehnisse aus der Vergangenheit ein Problem damit anderen zu vertrauen und ein kleines Ereignis bringt alles durcheinander. Alles verändert sich dann erneut, als plötzlich ein Anschlag auf Aeden verübt wird. Doch was steckt dahinter? Wer hat es auf Aeden abgesehen? Und was verbirgt sich hinter Liams Kräften, die anders zu sein scheinen, als bei anderen Fuchsgeistern? Werden es die Beiden schaffen die Herausforderungen zu meistern, oder werden sie an allem zerbrechen?
An diesem Cover kann man sicherlich noch etwas mehr feilen, denn jene die sich eher vom Cover ansprechen lassen, werden vielleicht bei diesem eher nicht geneigt sein zu verharren. Schon alleine das rot auf dem blauen Hintergrund ist für mich eher ein No-Go. *lacht* 
Erster Satz - Mein Name ist Liam von Rabenstein und das ich mit meinen 16 Jahren noch auf dieser Welt existiere grenzt schon an ein Wunder. 
Als Liam erfährt, dass er ein Kitsune - ein Fuchsgeist - ist, weiß er anfangs nicht wirklich damit umzugehen. Alles ist anders. Neue Schule, neue Leute. Aeden, der sein Herz viel zu hoch schlagen lässt. Doch bald schon beginnt er sich heimisch zu fühlen. Verstanden. Angekommen. Und auch Aeden scheint seinen Gefühlen gegenüber nicht abgeneigt zu sein.
Dann wird ein Anschlag auf Aiden verübt. Hebt ein alter Feind sein hässliches Haupt oder gibt es eine Partei, die den alten Krieg einfach nicht ruhen lassen will?

Die Autorin hat einen wirklich sehr schönen Schreibstil. Mit viel Gefühl verleiht sie Text und Charakter leben und erwischt dabei genau die richtige Mischung an Beschreibung und Dialoge. Durch den zusätzlichen Wechsel der Charaktere in jedem Kapitel - also immer zwischen Liam und Aeden- bekommt man einen guten Überblick über unsere beiden Protagonisten und ihren Gefühlen. Es sind wirklich sehr süße Szenen voller Humor dabei, das es einfach Spaß gemacht hat zu lesen.
Ein paar Kanten gibt es trotz allem Lobes allerdings dennoch. Wo es an der Story hapert. Denn bis auf die wachsende - und manchmal überraschend schnell vorrangreitende Beziehung zwischen unseren beiden süßen Füchsen - gibt es nicht so viel mehr. Es kommt zwar zu einem Anschlag auf Aiden, doch irgendwie wird mir daraus einfach zu wenig gemacht. Es fällt unter dem Tisch und wird eher zum Ende wieder ausgegraben. Dabei habe ich die ganze Zeit gewartet, dass es weiter geht. Das der nächste Anstoß kam. Denn so süß die Liebesgeschichte um Liam und Aeden auch ist, sie kann keine gesamte Story tragen.

Anna Kleve´s Charaktere leben. Das habe ich schon auf den ersten Seiten bemerkt, in denen Liak für mich so wunderbar greifbar war, das ich mich sofort mit ihm verbunden fühlte. Mit einem etwas anderem Humor und einem tollen Charakter, ist er eben mal nicht so ein perfekter und hypermächtiger Kerl, die leider gerne mal die Bücher bevölkern. Er hat seine Stärken und schwächen. Sehr gut ausgewogen.
Dann Aeden. Gott den Kerl würde ich gerne mal knuddeln. Er ist so eine Mischung aus Charmant und Spitzbübisch. Tödlich für den Leser, das kann ich euch verraten. Besonders sein Lächeln hat es mir angetan. *lacht*
Aber auch die Nebencharaktere wie Liams Geist, seine Fuchsfreunde oder auch Liams Mutter haben mir vom Aufbau sehr gut gefallen. Sie lebten einfach mit. Sehr schön! Hier gibt es ein riesen Lob! Denn so was liebe ich als Leser einfach.

 Storytechnisch ist es wirklich schade, dass das nicht richtig ausgereizt wurde. Viel doch für mich einiges unter den Tisch. Dabei trägt die Geschichte eine Menge Potenzial in sich. Vielleicht hätte das einfach etwas besser verteilt werden müssen. Manches fiel mir aber auch einfach zu schnell unter den Tisch. Zum Beispiel wurde mir Liams Vergangenheit etwas zu wenig beleuchtet - was im Klappentext für mich fast als zusätzliches Kernelement stand. Der zweite und letzte Kritikpunkt, neben der hapernden Story - war, das sich unsere Füchse eigentlich schon beim ersten treffen fast die ewige Liebe geschworen hatten - etwas überspitzt dargestellt. Das ging mir persönlich zu schnell. Das wirkte wie "Ich weiß nicht wie du heißt, wir haben noch nie miteinander geredet aber unsere Kinder haben schon Namen". Ist sicherlich eher eine persönliche Sache, aber das gefällt mir selber nicht. Genug Zeit um wirklich zu reden - was sie ja dann auch nachholten - hätten sie gehabt. Etwas subtiler hier und ich wäre wunschlos glücklich gewesen.
Trotz dieser Ecken hat mir das Buch aber wirklich Spaß gemacht. Denn schon alleine für diese tollen Charaktere lohnt es sich. Ihr merkt, ich bin ein wenig verliebt.

Wer Füchse und Gestaltwandler genauso gerne hat wie ich, wird sich in diesem Buch wohlfühlen. Dabei ist es eher leise und braucht ein wenig mehr Zeit um in sich zu finden. Eine Chance hat es aber auf jeden Fall verdient. 
Mit 4 von 6 möglichen Krüeltörtchen verlockt "Das Herz des Fuchses" zum lesen.

Montag, 31. Juli 2017

Montagsfrage ^-^


Welches Buch ist dein letzter Neuzugang und was hat dich zum Kauf bewogen?

Mein letztes Buch habe ich mir vor 3 Tagen gekauft und ist der erste Band der "Das Lied von Eis und Feuer" Buchreihe. Ich kann euch gar nicht sagen, wie lange ich das Lesen schon vor mir herschiebe. Nicht, weil ich keine Lust habe. Nein, Nein. Immerhin geht es um Drachen und ist Fantasy. Aber es kam irgendwie immer und immer etwas dazwischen. Entweder durch andere Bücher, die gelesen werden musste, Geschenke oder einfach vergessen. Deswegen habe ich mir für dieses Jahr vorgenommen die Reihe endlich anzufangen. Und da ich in dieser Woche Urlaub habe, wurde es fest eingeplant und sogar schon angefangen. Wenn auch erst ein paar Seiten. ♥ 
Und dann kann ich auch bald mal mit der Serie anfangen. Ich weiß, ich bin etwas komisch. 😉

Und was war es bei euch? Habt ihr die Reihe auch noch vor euch?

Sonntag, 30. Juli 2017

Dr. Age und das ewige Leben

Titel: Dr. Age und das ewige Leben
Reihe: Nein - Einzelband
Sprache: Deutsch
Autor: Domenik Ruder
 Genre: Roman
ISBN: 978-3945-858387
Preis: 11,99 $ (D) Taschenbuch
Seiten: 280
empfohlenes Alter: ab 15 Jahren
Erschienen: 1. Juli 2017
Ihr Lächeln strahlte für mich die pure Boshaftigkeit aus. So etwas hatte ich noch nie zuvor in meinem Leben vorher gesehen.

Jeden Tag aufs Neue erleben. Niemals alt und gebrechlich werden. Stets den wichtigsten historischen Ereignissen der Menschheitsgeschichte als Zeitzeuge beiwohnen und tatsächlich der ewigen Liebe nachgehen ...
Dies alles waren Dinge, die einem ein ewiges Leben bot! Dies wusste auch Dr. Age, als er die Formel für dieses Projekt entwickelte. Selbstverständlich war er nicht der Einzige, der sich dafür interessierte: Eine reiche Witwe verfolgte ihn und versuchte, hinter seine Geheimnisse zu kommen, teilweise mit recht fragwürdigen Methoden.
Hätte Age gewusst, dass diese harmlosen Gedankenspiele sein Leben so dermaßen auf den Kopf stellen würden, hätte er sie möglicherweise verworfen. Ob er es schaffte, sein Geheimnis zu wahren? Und ob er es fertigbrachte, geliebte Personen aus der Schusslinie zu halten?
Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt ...
Dieses Cover hatte es mir ja irgendwie gleich angetan. Ein Totenkopf mit sehenden Augen. Gruselig und vielleicht auch ein wenig verstörend. Dazu die Spinnweben. Wirklich toll. Man erwartet fast einen leicht gruseligen Roman. Oder eben, dass der Tod eine wichtige Rolle darin spielen wird. 
Erster Satz - Angespannt drehte ich den Hahn auf und wusch mir das Gesicht mit eiskaltem Wasser. 

Für Dr. Age sollte es ein ganz normaler Abend auf einer dieser scheußlichen Galas werden, bei denen es um nichts anderes ging, als den Investoren mehr Honig ums Maul zu schmieren, damit sie die Forschungen unterstützten. Wie schade nur, das Dr. Age nichts mehr hasste. Aber irgendwo musste das Geld schließlich herkommen. Als er jedoch diese seltsame Dame dort traf, ahnte er noch nicht das er der Spinne, damit längst ins Netz gegangen war. Denn Mrs. Abbanathy hat längst Pläne mit Ihm. Pläne, bei denen ihr jedes Mittel recht ist um sie zu erreichen. Selbst wenn sie dabei über Leichen gehen muss.
Langwierig.
Das ist das erste Wort, das mir in den Sinn kommt, wenn ich über dieses Buch nachdenke. Der Autor beschreibt alles - fast jede Tätigkeit - sehr genau und dadurch fehlt für mich persönlich diesem Buch Tempo. Macht es zäh. Dazu kommen die vielen langen Technischen Erklärungen, die ich einerseits vielleicht spannend gefunden hätte, da ich mich durchs auch in Thriller wie "Blackout" oder "Helix" wohlfühle, in denen so etwas eben auch dabei ist, währen sie nicht so auseinandergezogen oder übertrieben worden. Denn es fällt mir schwer zu glauben, das ein Gerät das von Dr. Age erst als unmöglich hervorgehoben wurde, plötzlich an einem Tag fertiggestellt wurde. Funktionsfertig. Ohne das es Probleme gab. Selbst für einen schlauen Kopf grenzt das für mich eher an Übertreibung. Derartige Sachen kam leider bei jeder Phase der Projekte Dr. Age´s vor. 
 Dr. Age ist ein Genie. Er hat gefühlt irgendwie alles Studiert, was er in diesem Moment brauchte und ist gleichzeitig ziemlich dumm, wenn es darum geht seine eigene Haut zu retten. Stattdessen lässt er sich beliebig herumschubsen und jammert lediglich etwas herum. Erst auf den letzten Seiten zeigt er da etwas Initiative. Und genau das störte mich wahnsinnig. Für einen Kerl, der so pfiffig ist, ist er mir zu feige. Das passte einfach nicht.
Leider wurde es bei ihm auch vertan ihm mehr Tiefe zu geben. Das mit seinen Eltern wurde zwar erwähnt, jedoch nicht wirklich aufgebaut.
Auch Mrs. Abbanathy war für mich nicht greifbar. Sie schien zwar böse, aber so wirklich abnehmen konnte ich ihr das einfach nicht. Da blieb mir auch zu viel offen. 

Den meisten Charakter hat für mich tatsächlich John als Nebencharakter abbekommen. Er war mir jedenfalls am nächsten, auch wenn er in einer ganz bestimmten Szene durch einen unrealistischen Satz ungewollt für einen Lacher sorgte. 

Das Dr. Age mir gefallen hat, kann ich leider nicht behaupten. Die Geschichte wirkte für mich oft nicht zu Ende gedacht und gerade dann am Ende viel zu konstruiert. Von Dr. Ages unlogischer Geschwindigkeit, mit der er seine Theoretischen Projekte fehlerfrei umsetzte mal ganz abgesehen. Auch fehlte mir sehr der zwischenmenschliche Aspekt. Was man daran sieht das Age sich ca. 1 Woche bei John nicht meldet und sich dann aber nach ihrem Date darüber aufregt, dass er sich drei Tage nicht meldet. Was ein Beispiel dafür ist warum ich sagte, es wirkte oft nicht zu Ende gedacht.
Der Grundgedanke, die Idee hinter diesem Buch, finde ich dagegen spannend. Darin steckt Potenzial das aber Zeit braucht, um sich aufzubauen. So wirkt es überhetzt und unrealistisch. Auch fehlen Antworten. Sie nur von Mrs. Abbanathy abtun zu lassen mir Worten wie "Das braucht Sie nicht zu interessieren" reicht nicht.
 
Eine gute Idee, die leider an der Umsetzung gescheitert ist. Die Geschichte hat Potenzial brauchen aber Zeit um das zu entfalten.
 2 von 6 Krümeltörtchen ergaunert sich Dr. Age und das ewige Leben.
 

Mittwoch, 26. Juli 2017

Der Schatten des Ruhmes

Titel: Die Gabe der Quelle - Versiegelt
Reihe: Nein - Einzelband
Sprache: Deutsch
Autor: Tharah Meester
Verlag: Indie-Autor
 Genre: Gay / Historisch
ISBN: 978-15330-8488-0
Preis: 3,99 $ (D) E-Book
10,99 $ (D) Taschenbuch
Seiten: 282
empfohlenes Alter: ab 15 Jahren
Erschienen: 7. Mai 2016
"Mein Vater war lediglich ein Stallknecht, mit dem meine Mutter tändelte, ehe sie Master Laverne ehelichte. Ich blieb ohne ven, während meine Mutter, niemals eine Mareeena, das eine ven gegen das nächste tauschte."

Nur ein einziger Blick und es ist um Collem geschehen. Der Fremde, der sein halbes Gesicht hinter einer Maske aus schwarzem Porzellan verbirgt, berührt etwas tief in seinem Herzen und weckt eine längst verloren geglaubte Sehnsucht. Plötzlich begehrt er nichts mehr, als den wortgewandten Unbekannten wiederzusehen. Als sein Wunsch jedoch in Erfüllung geht, muss er erkennen, dass er dem Mann nicht näherkommen darf. Denn Collem ist bloß ein einfacher Bastard, sein Angebeteter hingegen niemand anderes als die Fechtlegende Harding ven Fennek, der Graf von Perpet.
 Das Cover mit diesem Grün, dem Degen und den filigranen Ornamenten finde ich wirklich gelungen. Auch die Schrift fügt sich nahtlos in das ganze ein. Wirft man dazu noch einen weiteren Blick auf andere Bände, merkt man gleich die Zusammengehörigkeit. So etwas liebe ich als Leser ja. 
 
Erster Satz -  Beeindruckt stand Collem Mareea vor dem riesigen Gemälde.
 
 Als Collem eher zufällig Lord Fennek gegenübersteht, ahnt er noch nicht, wer dieser ist und flirtet locker mit ihm. Ein großer Fehler, darf er doch diesen Mann eigentlich nicht lieben. Denn der Standesunterschied ist zwischen Bastard und Lord einfach zu groß. Zudem ist es Fenneks Pflicht, den Sieger des Turniers zu ehelichen. Ein Ritual das er abgrundtief verachtet. Denn auch er hat sich längst in den Augen des jungen Mannes verloren. Doch könnte er als Krümel ihn jemals glücklich machen? 
 
Ich habe schon eine weile inzwischen nachgedacht und komme doch einfach immer auf dasselbe Ergebnis. Nicht meins. Dieser Stil erreichte mich nicht. Konnte mich nicht berühren. Schuf in dieser leider doch sehr absehbaren Geschichte keine Spannung. Dies wurde durch das Stolpern über sehr offensichtliche Logikfehler leider nicht besser gemacht. Mit dazu vermengten sich des Öfteren für mich ziemlich abgehalfterte Floskeln. Sei es im Liebesgeturtel oder bei den "Intrigen" - falls man wirklich diese eher plumpe und offensichtliche Manipulationsversuche so nennen mag. 
 
Hier geht meine "Begeisterung" leider weiter. Denn weder Collem noch Fennek besaßen in dieser Geschichte für mich so etwas wie tiefe. Sie bewegten sich die ganze Zeit auf dem gleichen zweidimensionalem Niveau.
Da wäre Collen der mich beim ersten Auftreten mit seiner scharfen Zunge wirklich auf mehr hat hoffen lassen, leider stumpfte sie nach wenigen Seiten ab und er wurde zu einem unterwürfigem Hündchen, das sie freudig in den Staub wirft. Und das waren nicht einmal die Widersprüchlichkeiten in seinem Charakter. Einerseits ist er eben so stolz, dass er sich das letzte Wort mit seinem Sarkasmus bewahren will. Andererseits aber absolut unfähig mal für sich selber einzustehen. 
 
"Ihr richtet eine Revolvermündung gegen den Grafen von Perpet. Das ist keine Heldentat, sondern die Tat eines Irren."

Dann Lorad Fennek. Stolz, jähzornig dann an seltsamsten Momenten plötzlich schüchtern nur um dann wieder das ganze Buch lang mit seinem Bein den Leser in den Wahnsinn zu treiben. Und falls jemand nun wie ich denkt, dass das vielleicht noch einen tieferen Sinn für das Ende hat. 
Nöp.
Des weiteren war dann damit verbunden das Ende einfach unrealistisch. Oder Fennek hat in den Jahren seines nicht-trainings wenig verlernt und sein Bein ist vielleicht doch nicht so schlimm. 
 
Das Gefühl in seiner Brust war ihm gänzlich neu, doch er ahnte zu seinem Leidwesen, was es war. 
 
Und dann hätten wir natürlich noch Collems Bruder. Ein verwöhnter Bengel wie er im Buche steht. So wird er dem Leser präsentiert und er ist genau so ein Gegenspieler wie König und Kammerdiener denn man ohne schlechtes Gewissen nicht mögen kann. Er schikaniert Collen und alles. Und dann will er plötzlich nur das beste und gesteht seine Dummheit ein. Was? Ja so stand ich auch da. Ist ja toll, wenn sich die beiden mal im OFF aus gequatscht haben, aber dann doch bitte nicht so einen Überfall. Am Ende trollte sich unter von sich selbst überzeugter Bruder vor Collems Blick wie ein Kaninchen . . . . findet den Fehler.
 
Toby, der Hund, hat mir jedoch sehr gefallen. 
 
 Dieses Buch hat für mich nicht das gehalten, was es versprochen hat. Es laß sich stolpernd, riss mich nicht mit. Und obwohl ich ihm bis zur letzten Seite eine Chance gegeben und gewartet hatte, kam da einfach nichts. Da fing es bei den Charakteren an, die für mich kein Leben besaßen. Sie schienen keine Vergangenheit zu haben die sie wirklich durchgemacht haben. Wie aus dem Baukasten zusammengezimmert erschienen sie. Nur ein paar Charaktereigenschaften und fertig. Aber Charaktere brauchen mehr um wirklich beim Leser anzukommen. Und so zog sich leider das ganze Buch. Keine Stimmung kam auf. Die Spannung wurde durch Floskeln erstickt und die Hektik der plötzlichen Liebe wirkte unrealistisch. Ich fand einfach keinerlei "Grund" dafür. Außer das oft betonte gute Aussehen. Das reicht mir nicht. Die nur äußerlich betonten geliebten Merkmale sorgten für mich zusätzlich als Stimmungskiller. Nie wurde eine Eigenschaft wirklich hervorgehoben. 
 
 Ein Buch, dass mich so wie es ist leider nicht abholen konnte.
1 von 6 möglichen Krümeltörtchen für "Der Schatten des Ruhmes". Wirklich schade.