Montag, 31. Oktober 2016

Montagsfrage ^-^

 

 Magst du Bücher mit Gruselfaktor oder Horror und was gefällt dir daran?

Ja ich liebe solche Bücher wirklich. Egal ob Stephen King, Josh Malerman oder oder oder. Ein wenig gruseln tue ich mich einfach gerne. Schon alleine, weil für mich solche Bücher eine ganz andere Art von Spannung enthalten. Gerade bei Stephen King gibt es eben nur selten eine Lösung, eine Erklärung, die man wirklich greifen kann. Dieses unwirkliche zieht mich in solchen Büchern an. Aber gut müssen sie dabei schon sein. *grins* Wer auf Klischees herumreitet hat bei mir keine Chance. Deswegen ist es manches Mal auch etwas schwer guten Horror zu finden. Muss eben mehr sein, als bloßes schlachten.  

Und wie sieht das ganze bei euch aus?



 

Sonntag, 30. Oktober 2016

Die Nachtigall

Titel: Die Nachtigall
englischer Titel: The Nightingale
Reihe: Ja - Nein - Einzelband
Genre: Roman
Sprache: Deutsch
Autor: Kristin Hannah
ISBN: 978-3-352008-85-6
Preis: 19,99$ (D) Hardcover
Seiten: 606
empfohlenes Alter: ab 16 Jahren
Erschienen: 19 September 2016

Liebster Antoine,
wie haben kein Geld mehr, und ich habe meine Stelle verloren. Was soll ich nur tun? Nur noch ein paar Monate, und der Winter kommt.

 Zwei Schwestern im von den Deutschen besetzten Frankreich: Während Vianne ums Überleben ihrer Familie kämpft, schließt sich die jüngere Isabelle der Résistance an und sucht die Freiheit auf dem Pfad der Nachtigall, einem geheimen Fluchtweg über die Pyrenäen. Doch wie weit darf man gehen, um zu überleben? Und wie kann man die schützen, die man liebt?

In diesem epischen, kraftvollen und zutiefst berührenden Roman erzählt Kristin Hannah die Geschichte zweier Frauen, die ihr Schicksal auf ganz eigene Weise meistern.
Ich weiß nicht, wie es anderen geht, aber mir ist dieses Buch direkt ins Auge gesprungen. Dieses wunderschöne Cover hinter dem dann aber doch gleich wieder mehr steckt als man denkt, ist auf jeden Fall ein Hingucker. Und liest man alleine den Klappentext, wirkt es noch mal ganz anders. Wie ein Hoffnungsschimmer im wirrwar des Krieges.  

https://images.contentreserve.com/ImageType-400/1493-1/59B/535/E0/%7B59B535E0-213A-4587-8E65-8E2C28EA8C2E%7DImg400.jpg

 Das englische Cover mag zwar nochmals ganz anders sein als das deutsche, dennoch gefällt es mir ebenfalls sehr, sehr gut. Eines der wenigen Bücher, wo ich mich über diese beiden Varianten richtig freue. 

Erster Satz - Wenn ich in meinem langen Leben eines gelernt habe, dann ist es Folgendes; In der Liebe finden wir heraus, wer wir sein wollen; im Krieg finden wir heraus, wer wir sind.

Frankreich im Zweiten Weltkrieg. 
Die deutschen haben das Land besetzt. 
Die Regeln sind streng. 
Die Nahrungsmittel knapp.
Die Angst groß.
Genau zu dieser Zeit kämpfen zwei Schwestern, die unterschiedlicher nicht sein können, um ihr überleben.
Da wäre die ältere Schwester Vianne, welche alleine im Haus versucht mit ihrer kleinen Tochter durch diese schwere Zeit zu kommen. Die Winter sind Hart und die Rationen werden immer Knapper. Als dann noch ein deutscher Hauptmann bei ihr untergebracht wird, ist die Angst groß. Und auch ihre beste Freundin steht bald auf der Abschussliste der Nazis . . .

Ihre kleine Schwester Isabelle hingegen geht genau den anderen Weg. Anstatt als graue Maus nicht aufzufallen, stürzt sich das temperamentvolle Mädchen gleich hinein in die Gefahr. In den Kampf für ihr Vaterland.
Gemeinsam mit dem Widerstand verteilt sie Flugblätter, versteckt amerikanische Piloten und setzt jeden Tag im verborgenen ihr Leben aufs Spiel. Dass sie durch so manch unüberlegte Aktion aber auch ihre Schwester in höchste Gefahr bringt, erkennt sie, erst als es bereits zu spät ist.

Nah. So unglaublich Nah. Das beschreibt den Stil von Kristin Hannah wohl am besten. Denn von dem gut 600 Seiten starken Roman, war ich 500 davon sehr nah am Wasser gebaut. Nicht durch triefenden Kitsch oder unnötige Grausamkeit. Nein, alleine durch die Beschreibung einer Zeit und eines Kampfes, welcher weit hinter der Front spielt. Nöte. Entbehrung. Mut und Hoffnungslosigkeit. Tod und Leben.
Es beschreibt das Leben jener die zurückgeblieben sind in einem Land, das plötzlich dein Feind geworden ist.  Das Leben jener, die nur selten wirklich Platz in den Geschichtsbüchern finden.
Es beschreibt das tägliche Warten auf Lebensmittel. Das Hoffen auf Veränderung und die Gewissheit, dass ein falsches Wort den Tod bedeuten kann. Oder wenn nicht gar Schlimmeres. 
Dabei verzichtet sie komplett auf schwarz und weiß. Es gibt nur Graustufen. Denn wie nicht alle deutschen Soldaten Monster waren, so waren auch nicht alle Franzosen arme Opfer. Und selbst jene welche sich dann gegen ihr eigenes Volk stellen kann man nicht verurteilen. Den auch sie kämpfen doch nur um ihr eigenes Leben. Mit jedem Mittel, das sich ihnen bietet. Und diese Mittel sind begrenzt.
Mit den Geschwistern Vianne und Isabelle zeigt die Autorin gut die zwei Seiten dieses Krieges auf. Einmal die Mütter die so unauffällig versuchen zu bleiben wie möglich um ihre Kinder zu beschützen. Und das es doch gerade diese Unauffälligkeit ist, die noch so viel mehr als ihr eigenes Leben rettet. Dann jene die bis zum letzten Atemzug nicht akzeptieren wollen das sie verloren sind. Die kämpfen. Ihr Leben aufs Spiel setzen für andere. Aber auch in ihrer Jugend zu unüberlegt sind, um manches Mal die Gesamtheit der Gefahr zu erkennen.
Neben diesen zwei Gegensätzen liegen noch eine Menge anderer Charaktere. Viannes jüdische Freundin mit ihren beiden Kindern. Der Hauptmann der Wehrmacht. Rebellen und Freiheitskämpfer. Amerikanische Soldaten. Jeder von ihnen greifbar und real.




Normalerweise lese ich nicht gerne Bücher, welche reale Kriege zum Vorbild haben. Oft genug habe ich es erlebt, das es in Klischees und Kitsch abrutscht oder alles patriotisch behandelt oder, noch schlimmer, romantisiert, wird.
Kristin Hannah tut nichts dergleichen.
Sie erzählt eine Geschichte, wie sie sicherlich viel zu oft passiert ist. Eine Familie. Zwei Schwestern, die auf ihre Art und Weise kämpfen. Für ihr Leben und ihr Land und dabei beide unglaublich viel ertragen müssen.  Eine Geschichte, die mal weit fern der Geschichtsbücher ist. Und in dieser Hinsicht blieb mir eines der Abschlussworte des Buches in Erinnerung. 
Männer erzählen die Geschichten. Frauen sammeln die Scherben auf und versuchen einfach irgendwie weiter zu machen.

Sprachlich wie inhaltlich eine Meisterleistung. Ein Buch das fesselt. Fertigmacht und einfach so unglaublich tief trifft.
Sechs von Sechs Krümeltörtchen für ein Buch, das eingeschlagen hat wie eine Bombe. Nah, berührend und wahnsinnig stark.



Dienstag, 25. Oktober 2016

Buchmesse 2016 Frankfurt

Viele Menschen. Viele Bücher. Unglaublich viel zu entdecken, zu bestaunen und zu durchblättern. Das ist die Buchmesse, welche jeden Lesebegeisterten zu sich lockt. Auch meine Freundin und ich sind diesem Ruf am Samstag gefolgt und eingetaucht in das trubelige, geordnete durcheinander der Hallen.
Einen Messeplan sollte man dabei schon parat haben. Er erleichtert das Suchen und finden jener Verlage, bei denen man weiß, dass ein Besuch einfach ein Muss ist. Bei uns waren es die großen Jugend-und Kinderbuchverlage, die Belle-Verlage und so einige Geschichtliche. Aber auch in Halle vier waren wir unterwegs, wo man viele fremdsprachige Verlage entdecken konnte. Sogar Chinesiche waren dabei. Ihre Stände waren großteils ziemlich bunt und hübsch gemacht. Klein aber Fein trifft da perfekt.

 











Wie aus den Erfahrungen zwei anderer Buchmessebesuche gewusst, haben wir unsere Pausen meist hinter den Ständen abgehalten. Dort hatte man Platz und war aus dem Trubel herraus. Perfekt zum durchatmen. Kekse knabbern und Trinkpäckchen leeren. Denn Trinken ist sehr wichtig. gerade bei der kuscheligen wärme.

Neben Büchern sahen wir auch eine Menge motivierter Autoren sich der Schar an Fans stellen. So manchen habe ich vor den schlangen der Fans zum Signieren etwas bedauert. So mancher Autor ist da am Samstag sicherlich mit einem Krampf in der Hand nachhause gegangen. Aber das sie viel Spaß hatten konnte man trotzdem sehen. Neben Ursula Poznanski, Markus Heitz, Kirsten Boie und einen Autor aus dem Kluftinger-Gespann waren da noch eine Menge anderer. 

Und natürlich fühlte sich auch der Beutel mit Leseproben und Co. Verlagsvorschauen die den Wunschzettel füllen würden, Lesezeichen, Hörproben. Postkarten und 2 Büchern sowieso zwei süßen Leseexemplaren von "Die drei ???" und "Sternenschweif".

Wunschlos glücklich und ziemlich erschöpft ging es dann nach Hause. Zum Glück war dann erstmal Sonntag.

Und nächstes Jahr geht der Spaß von vorne los.




























Montag, 24. Oktober 2016

Montagsfrage ^-^

 

 Welche 5 Eigenarten/Verhaltensweisen zeichnen dich - vom Lesen abgesehen - als Bücherwurm aus?

Da fallen mir so ein paar Sachen schon ein. :)

1. Eselsohren sind ein absolutes No-Go und mir rollen sich die Zehennägel auf, wenn ich mit ansehen muss, wie jemand welche in ein Buch macht. Da möchte man am liebsten mit einem "NEEEEIIINNNNN" Zwischengehen. In Bus und Bahn ist das besonders gerne Mal eine Tortur.

2. Buchhandlungen sind mein Tod. Ich muss einfach in jede rein. Es geht gar nicht anders. Selbst wenn ich nichts kaufe, ist das wie ein Kurzurlaub für die Seele.

3. Ich bin Bücher-Zubehörsüchtig. Egal ob Büchertasche, Umschlag oder Lesezeichen. Ich muss sie einfach haben ♥  Da hat sich bei mir schon eine ziemliche Menge angesammelt. *lacht*

4. Ich weiß welche Bücher ich wo im Regal habe. Das finden meine Freunde immer sehr witzig, kann aber nach dem Umräumen auch mal zum Chaos führen wenn Buch A plötzlich nicht mehr da steht wo es sollte. 

5. Ich liebe es mit anderen über Bücher oder Buchverfilmungen zu reden. Und es ist fast schon frustrierend, wenn dann keiner da ist. So geht es mir gerade bei "Die Insel der besonderen Kinder". Zum verrückt werden. *lacht* 




Donnerstag, 20. Oktober 2016

Book Whisper Challenge #2 - Aufgaben im November

 

Langsam wird es richtig kalt und nass. Ungemütlich und doch kaum ein besseres Wetter für Buch uns Tee. Und dafür gibt es gleich mal die passenden Aufgaben.  

Hauptaufgabe: 3-Punkte

Um etwas Licht in diesen Monat zu bringen, lest ihr ein Buch mit Happy End.

Nebenaufgabe: je 1-Punkt
 
1) Lest ein Buch, wo der Nachname des Autors mit dem Buchstaben N beginnt.
 2) Lest ein Buch in dem Bücher oder Tee vorkommen. :) 
 
 
 Zusatzaufgabeaufgabe:  2 - Punkte

Diesmal ist wieder etwas mehr eure Kreativität gefragt. Denn ihr wurdet angeklagt. Von eurem Sub persönlich! Er klagt über die Missachtung, die Trauer die er erleiden muss, weil so viele kleine und große, dicke und dünne Seelen danach lechzen, endlich den Weg in eure Hände zu finden. Ihr habt das letzte Wort, ehe das Urteil fällt.
Was sagt ihr?

Inspiriert wurde diese Aufgabe übrigens vom Theaterstück Terror. :) Und jeder der in der FB-Gruppe mitmischt, kann Entscheiden ob schuldig oder unschuldig, wenn die Teilnehmer ihre Worte Posten möchten. 







Dienstag, 18. Oktober 2016

Wenn du mich küsst, dreht die Welt sich langsamer

Titel: Eragon -  Das Vermachtnis der Drachenreiter
englischer Titel: The Edge of Never
Reihe: Ja -Band 1 der - Andrew & Camryn - Reihe
Sprache: Deutsch
Genre: Liebesroman
Autor: Jessica Redmerski
Verlag: Blanvalet
ISBN: 978-3-442-38326-9
Preis: 9,99 $ (D) Taschenbuch
Seiten: 544
empfohlenes Alter: ab 16 Jahren
Erschienen: 14. Juni 2014

Ich glaube, wenn du jemanden wirklich und tatsächlich liebst, dann liebst du ihn dein ganzes Leben lang. Alles andere fällt unter Erfahrungen sammeln oder unter Wunschvorstellungen.
Genervt von ihrem Leben und nach einem Streit mit ihrer besten Freundin beschließt die 20-jährige Camryn Bennett, alles hinter sich zu lassen. Sie kauft sich ein Ticket für einen Greyhoundbus. Ziel: möglichst weit weg. Hier, glaubt sie, hat sie genug Zeit und Ruhe, um einen Plan für die Zukunft zu schmieden. Doch mit der Ruhe ist es vorbei, als Andrew Parrish sich auf den Platz neben ihr setzt. Der äußerst attraktive Andrew. Der Andrew, der sich brennend für sie zu interessieren scheint. Und der Andrew, der ihr bald nicht mehr aus dem Sinn geht. Für Camryn beginnt die aufregendste – und leidenschaftlichste – Zeit ihres Lebens …
 Das Cover passt durch seinen ganzen Stil natürlich perfekt in die Genre. Man sieht gleich, das man sich mit dem Kauf dieses Buches einen Liebesroman angelt und dennoch ist es schön und stilvoll. Gerade die Mitte aus Blau und darin der Titel wirken für mich fast schon elegant und nicht so reißerisch wie manch andere Cover dieser Genre. Das wirkt für mich sonst fast schon abschreckend.

https://erinlawless.files.wordpress.com/2013/07/the-edge-of-never.jpg

 Das Englische gefällt mir jedoch trotzdem besser. Die Stimmung im Cover ist einmal ganz anders, als man sie kennt. Ein wenig dramatisch, düster und doch mit etwas, das ich schlecht beschreiben kann, mich aber dennoch sehr anspricht. 

Erster Satz - Seit zehn Minuten dreht Nathalie nun an der selben Locke, und allmählich treibt mich das in den Wahnsinn.

Für Cam war das Leben nie einfach. Zu viel Mist ist einfach in den letzten Jahren passiert und hat sie sich einen festen Panzer und spitze Stacheln aneignen lassen. Doch als ihre beste Freundin ihr keinen Glauben schenkt, sie sogar beschimpft und den Kontakt zu ihr abbricht, reißt ihr das endgültig den Boden unter den Füßen weg.
Nur noch weg.
Sie weiß nicht wohin, doch raus. Nur raus.
Sie kauft sich ein Busticket und ahnt nicht, dass diese Entscheidung ihr ganzes Leben auf den Kopf stellt. Denn im Bus trifft sie Andrew. Und dieser zeigt ihr auf, was Leben und Freiheit bedeutet.
 Der Stil ist eher einfach, aber dennoch sehr angenehm zu lesen. Die Autorin schafft es wunderbar den richtigen Ton im zarten Kennenlernen von Cam und Andrew zu treffen, sodass einem das Herz schon ein wenig mit in der Brust flattert. Herrlich . . . zumindest bis zu dem Punkt, an dem ihr entweder aufgegangen - oder der gute Rat gegeben wurde - das sich Sex in Büchern doch gleich viel besser verkauft. Und plötzlich - so knapp nach der Hälfte des Buches, kippt die ganze Stimmung plötzlich um und ließ mich vollkommen verwirrt zurück. Wo war die Zartheit im Stil geblieben? Ersetzt durch fast schon grobe Schilderungen und Kraftausdrücken, die zu Anfang eher vereinzelt vielen und plötzlich im Rudel auftraten. Und das alles kombiniert, brauchte das Buch gar nicht.  

Cam und Andrew sind die Hauptprotas in dem Buch und zeichnen sich durch sehr gegensätzliche Charaktere aus, die aber dennoch gut auf einen Nenner kommen.
Da haben wir Cam die dem Leben nur noch mit Skepsis und ausgefahrenen Stacheln gegenübertritt. Und sobald man erfährt warum, versteht man das nur um so besser. Sie ist eher scheu, zurückhaltend und vorsichtig. Das ändert sich aber innerhalb kürzester Zeit nachdem sie Andrew kennengelernt. Meiner Meinung jedoch nicht gerade zum besseren. 

Mit ihm an meiner Seite und umschlungen von seinen Armen, könnte ich sterben und wüsste nicht mal, dass ich gestorben bin.

Andrew dagegen ist nicht auf den Mund gefallen und nennt das Kind gerne unverblümt beim Namen. Er unterstützt Cam gerne und zwingt sie fast schon hier und da ein wenig Mut zu beweisen. Er hat immer eine Schulter zum Anlehnen für sie und alles, bis die ganze Stimmung wie schon erwähnt kippt und Sex und Eifersucht irgendwie mehr im Vordergrund standen als alles andere.

Es hat mich überrascht, als ich über der Hälfte war und die Handlung plötzlich genau in die andere Richtung ging, als sie die ganze Zeit aufgezeigt war. Die Zartheit viel ab und machte Eifersucht und übertrieben prügelein Platz, hob die Charaktere viel zu sehr in den Himmel, weil beide plötzlich super musikalisch waren, würzten das ganze mit grobe Sex, in der Cam natürlich die Devote war und Andrew es toll fand die Hosen anzuhaben. Dazu kam dieses absolut unnötige Drama gegen Ende des Buches, bei dem ich nur den Kopf schütteln konnte. Es passte einfach nicht rein. Schon weil es absolut keinerlei Hinweise gab, das sich, da ein Drama anbahnte. Und wenn dann hätte ich zumindest keines in dieser Art erwartet. Es wirkte übertrieben reißerisch, um das Kind beim Namen zu nennen. Und machte gleich Platz für noch mehr Unsinnigkeiten. Da wäre eine Wunderheilung nachdem die Ärzte keine Chance mehr sahen und nach 2 monatigem Koma die Offenbarung das Cam im 6 Monat schwanger ist. Hallo! Geht bei jemanden da die Rechnung auf?
Dieses Buch hätte wirklich eine Menge sein können. Ich war sogar fest davon überzeugt, das es geradezu Mühelos 6 Krümeltörtchen holt. Dann kam diese Wendung und der Lesespaß verabschiedete sich zwischen Unsinnigkeiten, Wunderheilungen und ach so "heißen" Szenen. Nein Danke.
 3 von 6 Krümeltörtchen weil die Hälfte des Buches wirklich gut war. Denn letzten Rest hätte sich die Autorin jedoch schenken können.


Sonntag, 16. Oktober 2016

Die Feder eines Greifs

Titel: Die Feder eines Greifs
Reihe: Ja - Band 2 der -Drachenreiter - Buchreihe
Genre: Kinderbuch - Fantasy
Sprache: Deutsch
Autor: Cornelia Funke
Verlag: Dressler
ISBN: 978-3-7915-0011-9
Preis: 18,99$ (D) Hardcover
Seiten: 414
empfohlenes Alter: ab 12 Jahren
Erschienen: 26 September 2016


Diese Geschichte ist für all die,
die den Mut haben, zu beschützen
statt zu beherrschen, zu behüten
statt zu plündern und zu erhalten
statt zu zerstören.

In der Abgeschiedenheit Norwegens erreicht Ben eine schreckliche Nachricht: Die letzten drei Pegasusfohlen werden vermutlich nie schlüpfen und mit ihnen werden die geflügelten Pferde für alle Zeit aus dieser Welt verschwinden. Um sie zu retten, machen sich Ben und Barnabas mit einem äußerst ungewöhnlichen Expeditionsteam auf den weiten Weg nach Indonesien, um dort eines der gefährlichsten Fabelwesen der Welt zu finden. Denn nur die Sonnenfeder eines Greifs kann die Fohlen vielleicht noch vor dem Tode bewahren. Doch Greife hassen Pferde, und das Wesen, das sie als ihren ärgsten feind betrachten, ist Bens bester Freund – ein Drache.
Dieses Buch ist ein Schatz. Das dachte ich schon, als ich das Cover zum ersten Mal gesehen habe und noch mehr, als ich es endlich in Händen hielt und die liebenswerten und detaillierten Illustrationen sah, welches jede einzelne Seite schmückt. Von Drachen, Greifen, Affen und anderen Geschöpfen. Ein Wunderschönes mehr einfach, dass Kindern und Erwachsenen gleichermaßen gefangen nehmen kann. Und das diese Illustrationen selber aus der Feder der Autorin geflossen sind, macht für mich jeden Tag den ich auf dieses Buch gewartet habe wert.
Neben den Bildern wird jedes Kapitel von einem Zitat aus diversen Büchern eingeleitet. Viele davon sind sicherlich für jüngere Leser nicht wirklich zu verstehen und richten sich, vermutlich, gerade deswegen an die älteren Drachenreiterfans.

Erster Satz - Alles schien Lung so vertraut.

Als der letzte Pegasushengst seine Gefährtin verliert, schweben die ungeborenen Pegasus in ihren Eiern in Lebensgefahr. Denn nur die Stute kann diese zum Wachsen bringen. Ohne ihre Zuwendung müssen sie sterben. Die letzte Hoffnung ist die Sonnenfeder eines Greifs. Doch bald zeigt sich, dass das finden diese imposanten Kreaturen nicht das schwerste an der Mission ist. Ben findet sich inmitten des tiefsten Dschungel in einem Krieg wieder, auf dessen denkbar schlechteste Seite er stand.
Denn der Greifenkönig hat ihr Urteil längst verkündet.
Müssen die Fohlen nun sterben? Und mit ihnen die letzten Pegasus dieser Welt? 


Ich gehöre zu jener Fraktion, die fest davon überzeugt ist, dass jeder mindestens einmal sich von Cornelia Funkes wunderschönem Stil entführen lassen muss. Sie hat einfach eine ganz besondere und eigene Art die Leser abzuholen. Mitzureißen und in einer Geschichte gefangen zu halten. Und dabei jeden davon etwas mit auf den Weg zu geben. 
Werte und Ratschläge. 
Mut und Freundschaft.
Dabei hält sie spielend die Spannung bis zum letzten Moment. Lässt einen mithoffen, mitzittern und jubeln, wenn doch alles gut wird. 
Ein besonderes Erlebnis für Groß und Klein. Egal ob beim Selberlesen oder beim Vorlesen. 

Es war sehr lange her, dass Lung solchen Zorn empfunden hatte.

Wer Schwefelfell, Lung und Ben noch aus dem ersten Band gut in Erinnerung hat, weiß, auf was er sich bei diesem trotz der neuen Charaktere einlässt. Auch wenn sie alle älter geworden sind. Drei Jahre sind seit dem ersten Abenteuer der beiden vergangen. Und das diese Zeit nicht an Ben vorübergezogen ist, zeigt, wie sehr er sich selbst auch weiterentwickelt hat. So ist aus dem Waisen ein Familienmitglied geworden, der seinen Freund zwar unendlich vermisst, da Lung am Saum des Himmels lebt, aber auch versteht, warum es so sein muss.
Und auch die anderen, besonders Bens neue Familie, lernt man kennen und lieben.
Dazu all die wunderlichen Kreaturen und das hibbeln auf die Pegasusfohlen. 
Die großen und kleinen Nebengeschichten rund um die anderen.
Fliegenbeins sehnen nach seiner Art.
Schwefelfells schweigsames Heimweh.
Ben und Lung.
Schrii und die Greifen.

Das ich jemals das nächste Abenteuer von Ben und Lung in den Händen halten würde, hätte ich nie gedacht. Nach all den Jahren, in denen das Ende von Band eins schon ein wenig Traurigkeit zurückgelassen hat, bei den letzten Seiten ist es, um so schöner Drache und Reiter wieder vereint zu sehen. Und das dabei, das Ende des ersten Bandes aufgegriffen wurde umso schöner. Die Suche nach dem Pegasus.
Natürlich muss man hier Band eins kennen, um wirklich alles gut verstehen zu können. Es werden viele Andeutungen gemacht, die man einfach nur versteht, wenn man den Vorgänger kennt.
Auch sind nicht nur die Protagonisten älter geworden, auch die Themen im Buch sind schwieriger und sicherlich für Kinder ab 10 Jahren noch nicht wirklich ganz zu greifen.
Abschied.
Umweltschutz.

Ihr Retter war ein Gibbon.
In der Jacke eines Menschen. 

Gut und Böse.
Gier.
Die Geschichte ist mit ihren Lesern mitgewachsen. Und auch die jedem Kapitel vorangehenden Zitate sind wohl eher für die älteren Genrationen gemacht. Auch wenn sie vielleicht aus dem "Dschungelbuch" oder "Unten am Fluss" stammen. Das sie immer ein wenig auf das Kapitel passend ausgelegt sind, fällt wohl auch den wenigsten Kindern wirklich auf.

Es gibt immer noch einige Blauwale.
Es gibt noch etwas Krill in der Antarktis.
Die Hälfte der Korallenriffe ist noch in ziemlich gutem Zustand, ein edelsteinbesetzter Gürtel, der sich um diesen Planeten schlingt.
Es bleibt noch Zeit, aber nicht viel, um das Steuer herumzureißen.

Das Ende war grandios und solch eine Zitterpartie, das es eine ziemlich lange Nacht wurde, weil ich einfach nicht aufhören konnte. Und gleichzeitig schwang doch so ein leises Versprechen darin mit, das es vielleicht irgendwann auch einen dritten Teil geben könnte.

"Vielleicht sollte mein seine Freunde nicht danach aussuchen, welcher Art sie angehören, sondern danach, wie ihre Herzen beschaffen sind?"


Ein wunderbares Buch das ein Schatz in jedem Bücherregal ist. Tiefgründig, Spannend und wunderschön.
6 von 6 Krümeltörtchen für dieses Meisterwerk in dem so viel mehr steckt.



Freitag, 14. Oktober 2016

Freitags-Füller



1.  Was macht eigentlich diese Brauseufos so unwiderstehlich? .
2.   Das hervorholen der dicken Decken verschiebe ich einfach noch .
3.  Bei  Büchern werde ich schwach.
4.  Ich habe gelesen, das Tauben ihren Nachwuchs mit Milch versorgen. Taubenmilch. Cool.
5.  Mein Bett ist so richtig gemütlich .
6.  Gestern war im ganzen Tag der Wurm drin.
7.  Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf baldiges schlafen gehen, morgen habe ich nicht viel geplant und Sonntag möchte ich mein neues Buch anfangen!



Dienstag, 11. Oktober 2016

Nebelgänger

Titel: Nebelgänger
Reihe: Ja - Zweiter Band der - Totenkaiser- Reihe
Sprache: Deutsch
Autor: Bernhard Trecksel
Verlag: blanvalet
Genre: Fantasy 
ISBN: 978-3-7341-6069-1
Preis: 14,99 $ (D) Klappenbroschur
Seiten: 512
empfohlenes Alter: ab 15 Jahren
Erschienen: 19. Septmeber 2016
  
"Wer überleben will, muss sich anpassen, ja. Zumindest zeitweilig. Es ist simpel. Du sagst mir, du bist ein Jäger. Bogen und Speer, Nebel und Heide. Ich aber sage dir; Du musst denken wie ein Fallensteller. Mein Bär kam zu mir . . . "
Der Assassine Clach ist die letzte Waffe im Kampf gegen die Titanen. Diese finsteren Götter verfolgen kein geringeres Ziel als die Vernichtung der Welt. Clachs besondere Fähigkeit, nicht nur den Körper zu töten, sondern auch die Seele zu vernichten, ist das einzige, was sie fürchten. Doch er hat kaum Hoffnung auf Erfolg, denn die Pläne der Titanen sind bereits zu weit fortgeschritten, als dass er sie alleine aufhalten könnte. Clach muss sich mit seinen alten Widersachern verbünden – doch denen scheint die Rache an ihm wichtiger als die Rettung der Welt.
 
So ganz ist die Verwandtschaft mit seinem Vorgänger nicht zu erkennen. Aber liest man erst einmal ein paar Seiten des Buches und begleitet Clach wieder durch seine Welt, wird schnell klar, weswegen es dann aber doch so unglaublich passend ist. Und nicht nur wegen der tollen Stimmung.  Der ganze Stil des Covers passt einfach in diese unwirkliche Welt in der nichts so tödlich ist wie der Nebel. Zumindest für manch einen nicht.
Ein schönes klassisches Cover das richtig Lust auf das Buch macht. 

Erster Satz - Ein weiser Mann hatte angeblich behauptet, dass ein einziger Moment ein Universum beinhalten könne. 

Während Clach noch damit kämpft mit seinem neuen Zustand zurechtzukommen, zieht sich das engmaschige Netz aus Lüge, Intrige und Tod immer fester um den Hals der Welt. Denn die Heimkehrer sind fast am Ziel ihres Vorhabens. Sie wollen die Väter zurück in diese Welt bringen. Die Stille soll herrschen. Clach weiß, was seine Aufgabe ist, doch der Weg bis dahin scheint endlos. Doch der Nebelmacher wäre nicht er selbst, wenn er nicht immer noch eine Klinge in der Hinterhand hätte.
 
Hört das Beben
der Häuser Grundfesten,
sie geben ächzend nach!
Vorbei ist alles Wimmeln, 
alles Streben!
Da entsteigt er der Grub´,
endlos unser Ungemach!
Größer noch als er sind sie.
Er wachset höher, schreitet gar!
Dort geht er.
 
Der Gottries´! DerTitan! Der Titan!

Gleichzeitig setzt der Amboskrieger Ormgairs  alles daran um Morvens Mörder seiner gerechten Strafe zuzuführen. Das sich dabei seine und der Nebelgängers Wege kreuzten und mehr als ein mörderischer Kampf dabei herauskommt hätte er jedoch nicht erwartet. Bald schon ist er Greskegard so nah, das er nur noch sein Schwert auszustrecken braucht. Doch der verhasste Inquisitor hat längst neue Tricks auf lager. 

Genau wie im "Nebelmacher" wechselte der Autor zwischen den einzelnen Personen hin und her und lässt so den Leser auf allen Ebenen teilhaben. Jeder, der damit schon im ersten Band keine Probleme hatte, wird diese auch hier nicht bekommen. Auch findet man sich ziemlich gut wieder rein, auch wenn ihr vielleicht genau wie ich fast ein Jahr sehnsüchtig auf Band 2 gewartet habt.
Der Stil des Autoren verliert dabei nichts an seiner Farbe. Viel Spannung, Intrige und ein Ende, das wieder so unglaublich gemein ist, das ich jetzt am liebsten schon das nächste in Händen halten würde.
Die vielen Details, welche der Welt solch eine Farbe verliehen haben, zeigten sehr gut das, dem Autoren diese Welt genauso sehr am Herzen liegt wie bald dem Leser selbst auch.
Die dunkle Stimmung im Buch führt durch eine Handlung dessen Tempo im Vergleich zu seinem Vorgänger noch einmal leicht angezogen hat. Jeder scheint seine eigenen und doch gemeinsame Interessen zu verfolgen. Das sich zwischen all dem Morden, Foltern und Streichen aber auch die Charaktere weiterentwickelten war die Kirsche auf der Sahne. 

Man sollte wohl nicht zu laut sagen das man den Assassinen im Buch so toll findet aber leider ist es so. Klar er tötet und alles, aber er hat dabei Stil. Verrückt und alles ja, aber er ist mir richtig sympathisch und ich fiebere immer auf seine Abschnitte mit. Und sein untotes Ross Stille passt einfach perfekt zu ihm. Und das er in diesem Band eine langsame Entwicklung durchmacht ohne plötzlich ein ganz anderer zu sein gefällt mir auch gut.
Ormgair hat auch mehr Farbe bekommen. Wo ich ihn damals noch nicht ganz einordnen konnte und sich das erst zum Ende hin verdichtete, habe ich auch den raubeinigen Barbaren richtig lieb gewonnen. Er zeigt Größe und Ehre auf eine Art, die ich nur beneiden kann. Dabei vergisst er nie Morven. Und selbst über den Tod der Templerin hinaus ist die Beziehung zwischen den beiden absolut besonders.
Greskegard machte ebenfalls einen Wandel durch. Denn wo er mir damals leidtat,  hasste ich ihn hier richtig. Und dies spitzte sich zum Ende des Nebelgängers richtig zu. Sei zu hoffen das in Band drei ein schmerzhafter Tod auf ihn wartet. *böses Lachen*

Wann kommt Band drei?
Eine furchtbare Frage, die wohl leider erst in einem Jahr beantwortet wird. Dabei könnte ich direkt weiterlesen. Das Buch hört wieder so gemein auf, das ich weder weiß, was aus meinem Lieblingsbarbarren noch aus de Nebelgänger wird. Das Einzige was ich sicher sagen kann, ist das Greskegard gerade kräftig dabei ist wahnsinnig zu werden. Und das Mit unglaublichem Elan. Ist nur zu hoffen das er noch so richtig tief fallen wird.
Und auch die Pläne des Bösen sind noch am wirken. Denn wo man denkt, alles überstanden zu haben, begreift der Leser plötzlich, das auch dies alles nur zu einem viel größerem Plan gehört. Noch ist alles offen. Alles in der schwebe. 
Das Buch endet wie das Erste. 
Mit dem Versprechen auf mehr. 
 
 
Einfach wieder toll. Von Anfang bis Ende ein Lesegenuss das seinesgleichen sucht.
6 von 6 Krümeltörtchen für eine gelungene Fortsetzung. Nun heißt es sehnsüchtig waren auf mehr.