Donnerstag, 12. Mai 2016

Sisters in Love #1 - Violet

Titel: Violet
englischer Titel: Owning Violet
Reihe: Ja - Band 1 der -Sisters in Love - Buchreihe
Sprache: Deutsch
Autor: Monica Murphy
Verlag: Heyne
ISBN: 978-3-453-41972-8
Preis: 1o,99 $ (D) Broschur
Seiten: 525
empfohlenes Alter: ab 16 Jahren
Erschienen: 11. April 2016
Also tue ich lieber so, als wäre gar nichts, auch wenn es mir schwerfällt.
Ich bin die mittlere Tochter, die Pflichtbewusste. Die, die sich für das Firmenimperium ihrer Familie aufopfert. Ich weiß nichts über Ryder McKay – nur, dass er in mir bisher ungekannte Gefühle weckt. Ich bin bereit, alles zu riskieren, nur um bei ihm zu sein – auch mein Herz und meine Seele. Alles.
 Ich finde, das Cover passt wunderbar zur Story. Violet zum Beispiel ist die Tochter eines reichen Geschäftsmanns und trotz ihrer Unsicherheit hat sie einfach Klasse. Und genau das hat das Cover auch. Klasse. Einmal weg von irgendwelchen Blumenschnörkeln oder halb nackten Menschen. Etwas ganz eigenes. Etwas das schon fast elegant wirkt.

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Das Englische hingegen zeigt ein Cover, wie ich es links liegen lassen würde. Es sieht einfach nur - sorry schon mal - in meinen Augen billig aus. Es hat nichts. Kein Farbspiel. Keinen Blickfang. Einfach nur öde und eintönig.

 Erster Satz - Heute Abend wird mein Leben sich verändern.

Violet hat sich alles so wunderbar vorgestellt. Ihr Leben war perfekt. Zumindest auf den ersten Blick. Einen Zweiten gestattete sie im Grunde keinen. Und doch schien ihr geplanter Weg aufzugehen . . . bis sich ihr Freund Zachary wieder einmal, wie ein Idiot aufführt und es Violet nach einer besonders hässlichen Demonstration endgültig reicht. Sie lässt ihn sitzen und . . . verfängt sich in dem düsteren Blick ihres Arbeitskollegen Ryder.

 Unser Plan lässt sich viel schneller umsetzen, als ich dachte. Aber das ist auch gut so, denn viel Zeit haben  wir nicht mehr, bis Lawrence für seine Probezeit nach London geht.

Doch Ryders Annäherung an Violet ist nicht so unschuldig, wie es scheint. Alles hat einen Grund und Ryder weiß, wenn sein Plan aufgeht, wird von Violet nichts mehr übrig bleiben. Doch ist sie wirklich so zart und schwach, wie es den Anschein hat? oder steckt hinter dieser Frau vielleicht noch mehr, als sie anderen zeigen mochte?

 Ich bin ja so ein Fan von Monica Murphy. Das liegt zum einen daran, dass sie es schafft, einen richtig mitleiden zu lassen. Zum anderen eben auch daran, dass sie der Geschichte nicht nur die Erotik verpasst, sondern eben auch eine Story. Und nach kleinen abtauchern in diese Genre habe ich wirklich den Eindruck, das dies nicht gerade eine Selbstverständlichkeit ist.
Doch so hat jeder Chara seine eigenen Leichen im Keller. Seine Geschichte, die man Stück für Stück ergründen kann. Das gibt Spannung und Leben. Macht die Geschichte einfach ungeheuer tragend. Man will nicht mehr aufhören, weil eben immer etwas passiert.
Dabei wechselt sie zwischen Ryder und Violet und schreibt dann jeweils in der Ich-Perspektive weiter. Gibt so auch die Chance beide Seiten perfekt mitzuerleben. Mitfiebern vorprogrammiert.

 Violet ist ganz das Gegenteil von dem, was sie in ihrem Job zeigt. Denn hinter der Fassade der gewappneten Geschäftsfrau. Ist sie ein sehr schüchterner und verletzlicher Mensch. Kann jedoch auch über ihren Schatten springen, wenn sie einmal vertrauen gefasst hat. Dann zeigt sie, was alles in ihr steckt. Wie viel Mut und Leidenschaft und all das Herzblut das sie in ihre Projekte steckt. Sie hat einfach Facetten. Und genau dadurch wird sie lebendig. Das sie eben nicht nur eine Ebene hat und fertig.
Und genau dasselbe haben wir bei Ryder. Auch er scheint auf dem ersten Blick einem Klischee zu entsprechen und dann geht eben doch alles viel tiefer als man erwartet. Man wird überrascht, versteht, leidet mit. Genau diesen Weg hat die Autorin schon bei ihrer davor erschienen Reihe gewählt. 

Der Ton in diesem Buch ist anders als in ihrer ersten Reihe und das ist auch gut so. Die Akteure sind älter, die ganze Situation fern der Jugendliebe. Langweilig oder gefühllos ist es natürlich nicht. Ganz im Gegenteil. Durch das Switchen zwischen Violet und Ryder, erreicht die Autorin, dass der Leser eben beide Seiten versteht, sie lieb gewinnt und ja ihnen manchmal einen Tritt geben will. Nicht weil sie sich ins Drama stürzen und in Theatralik wälzen, nein eher darum, weil sie nicht mutig sind, ihre Ketten abzuwerfen. Aber das es schwer ist über eigenen Schatten zu springen, wissen wir denke ich alle.
Und Schatten gibt es wirklich genug. 
Nimmt man all dies zusammen zeigt sich, dass Erotik eben nicht Platt sein muss. Es kann auch Story und Spannung und einfach all das enthalten, was man auch in einem Roman findet. Vielleicht noch "mit dem gewissem Extra" aber auch das auf einem Niveau, mit dem man leben kann. *grins*. Es wird auch nicht ständig mit Schimpfworten herumgeworfen. Manchmal etwas oft das F-Wort, aber auch das so verteilt, das es anders als bei anderen Büchern nicht den Lesefluss zerstört.

Ein tolles Buch mit viel Gefühl. Für jeden Fan von knisterner Spannung inklusive Story. ;)
6 von 6 Krümeltörtchen und da gibt es wohl nur noch zu sagen, dass ich mich schon jetzt auf Band 2 freue.



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