Donnerstag, 17. Juli 2014

Blutsbande (1) - Die Verwandlung

Titel: Blutsbande (1) - Die Verwandlung
englischer Titel: The Turning
Reihe: Ja Band 1 der - Blutsbande - Reihe
Sprache: Deutsch
Autor: Jennifer Aremintrout
Verlag: Mira-Taschenbuch
ISBN: 978-3-89941-448-6
Preis: 7,95 $ (D) Taschenbuch
Seiten: 460
empfohlenes Alter: ab 16 Jahren
Erschienen: 1. Oktober 2007

Ein Biss - und Carrie ist wie verwandelt. Nachdem die junge Ärztin in der Pathologie von einem Toten angefallen wurde, kann sie auf einmal kein Sonnenlicht mehr ertragen, verspürt plötzlich einen unerklärlichen Blutdurst. Ist sie etwa Opfer eines Vampirs geworden? Auf der Suche nach den Gründen für ihre rätselhaften neuen Gefühle lernt sie den charismatischen Vampirjäger Nathan kennen - und verliebt sich unsterblich in ihn. Doch die Blutsbande, die sie an ihren 'Erschaffer' Cyrus fesseln, sind stärker ... Gleichzeitig fasziniert und abgestoßen von dem ebenso attraktiven wie bösartigen Untoten, gerät sie immer mehr in seinen finsteren Bann ...  
Man kann hier sagen was man will, aber dieses Cover hat doch mal einfach was. Nicht weil das Motiv vielleicht genial ist, das ist ja recht normal, aber diese schummrige Stimmung, welches dieses grün erzeugt ist einfach genial. Vor allen, da es recht gut zur Stimmung des Buches passt. Dieses oft nicht ganz Durchsichtige. Toll. Zudem bin ich froh das die Gestalter davon abgesehen haben Carrie dieses "Monstergesicht" zu verpassen. Aber darauf komme ich später noch mal zu sprechen.

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Auch das Englische ist wirklich nicht so schlecht. Vor allen, da es eben einmal nicht aussieht wie das Cover diverser Schundromane. Schade finde ich nur, dass man hier den Ärztinnen-Aspekt von Carrie weggelassen hatte. Gerade dieser Arztkittel mit dem Blut finde ich sehr stilecht.
Erster Satz -  Ich habe einmal einen Zeitungsartikel gelesen, in dem eine Umfrage über Ängste zitiert wurde.

Ein ganz normaler Tag verändert das Leben der jungen Ärztin Carrie schlagartig, als sie sich nach einem Zusammenbruch dazu entschließt sich eine Leiche in der Pathologie noch einmal genauer anzusehen.
Doch diese war verschwunden.
Denkt sie.
Bis sie überfallen wird. Zähne und Blut überall und mitten drin der nun nicht mehr so tot wirkende Leichnam.
Als sie wieder zu sich kommt, liegt sie im Krankenhaus und erholt sich von ihren Strapazen. Doch etwas hat sich verändert. Etwas in ihr. Woher kommt ihr plötzlicher Hunger? Die Sonnenallergie? Und die Müdigkeit bei Tage?
Ihre Suche nach Antworten treibt sie in die Nähe des attraktiven Vampirjägers Nathan, der sie anders als sein Sohn Ziggy nicht mit einer Axt willkommen heißt. Doch kann sie ihm vertrauen in Anbetracht des Ultimatums, das er ihr stellt? Und dann ist da auch noch das Sehnen durch die Blutsbande zu ihrem Schöpfer zurückzukehren? 
Die Gesichte im ersten Band der Blutsbande Reihe erleben wir gemeinsam mit Carrie. Es war ein guter Zug der Autorin aus Carries Sicht zu schreiben, da man so schnell ein sehr gutes Gefühl für ihren Charakter erhält. Zusammen lernen wir diese neue Welt der Vampire kennen. Dabei begleitet uns ein sehr angenehmer Stil, der flüssig durch die Seiten führt und sogar hier und da durch die freche Art eines Charakters zum Schmunzeln animiert.
Stellenweise ist es sehr ruhig, wer also ein Buch voller Fight-Aktion erwartet, wird hier leider enttäuscht. Dafür sind es eher die unterschwelligen Grausamkeiten, die eine fesselnde Atmosphäre erschaffen. 
Der Aussage des Publishers Weekly, dessen Worte auf dem Buchrücken den Debütroman der Autorin anpreisen, muss ich jedoch widersprechen. Stellenweise ist es durchaus etwas heftiger, aber "nichts für schwache Nerven" finde ich dann doch arg übertrieben.
Ein Buch steigt und fällt ja wirklich mit den Charakteren. Sie können einem Werk tiefe verleihen, oder direkt zur nächsten Müllhalde des guten Geschmacks karren. Und nachdem ich mit meinem letztem Buch gerne die Charaktere schlagen wollte, ist es hier wieder mal angenehm gewesen, ganz gut ausgearbeitete Personen vor der Nase zu haben.
Da haben wir zum einen Carrie, welche mal wirklich überzeugend ihren kleinen Knacks aus der Kindheit vermittelt, ohne mir direkt höllisch auf die Nerven zu gehen. Gleichzeitig gefällt mir ihre argwöhnische Art. Sie denkt gerne erst einmal über etwas nach, wie zum Beispiel über die Bewegung zur freiwilligen Ausrottung von Vampiren.
Das Einzige, was mir an ihr etwas gestört hatte, war das sie stellenweise, einem kichernden Teenager glich, sobald mal hier oder da ein Shirt nicht unbedingt da war, wo es hätte sein sollen. Aber man kann wohl nicht alles haben.
Über Nathan als Charakter kann ich da weniger sagen, außer das Raue Schale, Weicher Kern ganz gut auf ihm zutrifft. Er hatte einfach nicht viel Raum in dem Buch gehabt. Ich hoffe aber das es im nächsten anders wird.
Nun kommen wir mal zu meinem Liebling. Cyrus. Nicht weil er so ein netter Kerl ist, verdammt ich würde wohl schreiend vor ihm weglaufen ;), aber einfach weil er eben mal nicht so ein 0-8-15 Bösewicht ist, wie er einen leider viel zu oft in Büchern gerne mal begegnet. Gleichzeitig hat er eine Vergangenheit, wo ich es fast schon verstehen kann, dass er eben ist, wie er ist. Gut heißen tue ich das natürlich nicht, aber als Charakter ist er mir definitiv in Erinnerung geblieben.
Wer Vampirbücher liebt, sollte sich den ersten Band der Blutsbande Reihe nicht entgehen lassen. Dieses Buch hat einfach viel was ich an guten Vampir-Büchern zu schätzen weiß. Vor allen das eben Carrie mal nicht gleich fröhlich frisch in die nächste Bewegung einsteigt, sondern mal Argwohn an den Tag legt ist toll.
Das eine was mich jedes Mal wie blöd Grinsen musste belief sich auf ihre Erscheinung. Also die der Vamps. Und zwar wird beschrieben das sie sich wenn sie Trinken etwas in den Monstermodus "Verwandeln". Sprich mit Schnauze und Zähne und Co. Und ich hatte jedes Mal so einen Fledermauskopf vor Augen, der auf Menschenschultern sitzt. Das tat mancher ernsthaften Szene einen Abbruch. Versteht ihr was ich meine. ;)
Das andere bezog sich auf einen kurzen Teil der Szene in der Carrie ihren Schöpfer zusammenschlägt. Ich meine es ist ja auch so realistisch das ein Zwei-Monate-Vampir einen 200 Jahre alten Vampir an die Wand spielt. Ich mag solche Darstellungen einfach nicht. Das Ende des Kampfs hat mich dann zwar wieder versöhnt, aber dieser leicht Nachgeschmack blieb einfach. Es ist einfach unlogisch.
Nimmt man alles zusammen hat mir dieses Buch, bis auf kleinere Ecken und kannten, gut gefallen. Besonders der Böse traf einfach mal sehr meinen Geschmack und auch die Hauptprota glänzte durch das Vorhandensein eines Gehirns. 
Stolze 4 von 6 möglichen Krümeltörtchen ergaunert sich Die Verwandlung und ist eine Empfehlung für alle, die mal einen guten Bösewicht hautnah erleben wollen.


Kommentare:

  1. Hm, es steht Jennifer Armentrout drauf, also muss ich ihm eigentlich eine Chance geben. Sie ist momentan einfach meine Lieblingsautorin :-)

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    1. Wirklcih? :) Ich kannte sie vor diesem Buch gar nicht, wurde aber positiv überrascht. Was aht sie den außer die Blutsbandereihe noch geschrieben?

      Tintengrüße von der Ruby

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